Glückwünsche an unseren Nachbarn: Prämierte Hörbücher aus Sankt Augustin

Unsere Nachbarn aus dem Tannenweg 14d, Andy Muhlack und Arnd Sünner, sind mit Leib und Seele Hörbuchproduzenten und wurden für ihr aktuelles Werk „Der kleine Drache Kokosnuss“ gleich 5 Mal mit Gold ausgezeichnet. Über 1,5 Millionen Mal hat sich ihre neueste Komposition verkauft. Gratulation zu diesem Erfolg! Künftig soll Andy sogar für die Bläck Fööss komponieren.

Wer mal gerne hinter die Kulissen schauen möchte, wie ein Hörspiel entsteht, findet hier einen tollen Film über die Kokusnussmacher, der in der WDR Lokalzeit gelaufen ist. Und auch der Bonner General-Anzeiger hat über die beiden Kreativen berichtet.

„Geht das nicht auch per Telefon?“ – Warum Face-2-Face-Interviews nicht ersetzbar sind

„Das Interview ist einer der wichtigsten Bausteine für die Produktion eines Radio-Beitrags. Nur mit sauberen O-Tönen aus einem Face-to-Face-Interview kann im Anschluss auch ein sendefähiger Beitrag erstellt werden.“ Diese beiden Sätze stammen einem unserer ersten Blogartikel und auch ein paar Jahre später hat sich meiner Meinung nach nichts daran geändert. Ein guter PR-Beitrag braucht saubere O-Töne. Und die werden in einem Face-to-Face-Interview aufgezeichnet.

Trotzdem treffen wir bei Anfragen oder der Umsetzung von Radiobeiträgen immer wieder auf die Frage: „Können Sie die O-Töne auch per Telefon aufnehmen?“ Klar, können wir. Aber in den meisten Fällen raten wir davon ab. Warum? Ganz einfach: Für uns zählt die Qualität. Wir bieten unseren Sendern nur Beiträge an, die einwandfrei produziert sind. Und dazu gehört auch ein sauberer O-Ton. In manchen Fällen mag ein Telefon-O-Ton gerechtfertigt sein. Ein sehr prominenter Interviewpartner, der terminlich so eingebunden ist, dass ein direktes Interview nicht möglich ist, zum Beispiel. Doch in der Regel lohnt sich die „Mühe“.

Und dabei geht es nicht nur um Aufnahmetechnik, also das Equipment. Ein erfahrener Redakteur kann Fragen rund um das Projekt beantworten (Wie lange brauchen wir? Was passiert als nächstes mit den Aufnahmen?), er kann die Aufnahmeräumlichkeiten einschätzen (zu groß, zu viel Hall, zu laut, zu viele Nebengeräusche) und kann auf die mögliche Nervosität des Interviewpartners eingehen. Und er führt den Experten durch das Interview. Durch ein direktes Gegenüber entsteht eine wesentlich authentischere Gesprächssituation. Verliert der Interviewpartner den Faden, verhaspelt sich oder gibt zu ausschweifende Antworten, kann der Interviewer darauf reagieren, die Fragen anders stellen, das Interview kurz unterbrechen und noch ein paar Tipps geben. Es entstehen qualitativ hochwertige O-Töne, die die Basis für einen ebenfalls hochwertigen Beitrag sind.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Fotolia – HieroGraphic

Radio als Markensprachrohr für Familienthemen – rechtliche Fallstricke und PR-Empfehlungen

Gastbeitrag von PR-Beraterin Tomma Rabach und Fachanwalt Dr. Martin Gerecke

Paper family in hands

Die Frage, die sich Unternehmen zu Beginn jeder Kommunikationsplanung stellen sollten, ist die Frage nach dem Ziel. Was wollen wir erreichen? Wen wollen wir erreichen und was sind unsere Botschaften? Erst dann sollte die Entscheidung für oder gegen einen Kommunikationskanal gefällt werden. Die Auswahl scheint groß, kann aber je nach Altersgruppe und Lebenssituation stark variieren. Denn unser Mediennutzungsverhalten hat sich in den vergangenen Jahren gravierend gewandelt. Printmedien kämpfen um Leser, professionelle Blogs stehen klassischen Onlinemedien in nichts nach, soziale Netzwerke sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken und immer mehr Social Media-Kanäle mit neuen Funktionen kommen hinzu. Einen Kommunikationskanal, den viele Unternehmen und Marken außer Acht lassen ist der Hörfunk. Dabei konnte gerade dieses Medium seine Reichweite 2016 ausbauen: 78,7 % der deutschsprachigen Bevölkerung schaltet wochentags ihr Radio ein – für über 4 Stunden! Bemerkenswert ist dabei insbesondere der Anstieg bei den unter 30-Jährigen[1]. Das macht das Radio als Markensprachrohr vor allem für Familien-, Kinder- und Jugendthemen interessant.

Unabhängig davon, ob es sich um werbliche oder redaktionelle Inhalte handelt: Die Ansprache dieser Zielgruppe erfordert eine besondere Vorsicht. Generell gilt: Werbliche Kommunikation muss klar als solche erkennbar sein. Werbung gegenüber Kindern und Jugendlichen unterliegt noch einmal strengeren Regeln. Dies liegt darin begründet, dass Minderjährige Risiken und Verlockungen der Werbung schwerer abschätzen können als Erwachsene.

Daher gilt auch im Radio ein besonderer Schutz durch den Gesetzgeber:

  • Eine direkte werbliche Ansprache in Form der Aufforderung zum Kauf eines Produktes
  • die Aufforderung der Kinder, ihre Eltern zum Kauf zu bewegen
  • die unlautere Ausnutzung des Sammel- und Spieltriebs Minderjähriger
  • die Verleitung zum Abschluss riskanter Geschäfte oder allgemein
  • Kaufaufforderungen, die nicht hinreichend für Minderjährige transparent sind,

sind unzulässig.[2]

An dieser Stelle können PR-„Formate“ die Kommunikationslücke unter Beachtung der o. g. klaren Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten schließen. Während in der Werbung die 1:1-Ausstrahlung der Botschaften im Fokus steht, werden diese in der PR in ein redaktionelles Thema integriert. Dies steht dann im Vordergrund, nicht die Marke oder das Unternehmen, was auch rechtlich notwendig ist, da anderenfalls schnell der Vorwurf der Schleichwerbung gerechtfertigt ist.[3] An dieser Stelle sind also Kreativität und Erfahrung gefragt, um redaktionelle Ansprüche und Unternehmensinteressen miteinander zu verknüpfen.

Die Beiträge müssen unabhängig vom Hörfunk-Format (Interview, redaktioneller Beitrag mit O-Tönen, Podcast, Gewinnspiel …)

  • sachlich
  • neutral und unabhängig und
  • gesellschaftlich-relevant

gestaltet sein.

Genau das macht Hörfunk-PR für die Zielgruppe Eltern besonders spannend. Diese sind stets auf der Suche nach Rat und praktischen Tipps. Ob die Einschätzung eines Experten für das richtige Maß an Süßigkeiten, Ausflugsziele für das bevorstehende Wochenende oder den nächsten Urlaub, ob Tipps für das „Überstehen“ alltäglicher Familiensituationen wie das Drama um das Ins-Bett-Gehen oder die Diskussion einer gesellschaftlich relevanten Fragestellung wie der Genderthematik – redaktionellen Beiträgen wird eine wesentlich höhere Glaubwürdigkeit zugesprochen und damit mehr Aufmerksamkeit geschenkt als klassischen Werbespots. Marken bekommen damit die Möglichkeit, sich im gewünschten Umfeld meist in Alleinstellung zu positionieren und damit klar vom Wettbewerber abzuheben.

Unter Einhaltung audiobedingter Besonderheiten und rechtlicher Vorgaben bietet Hörfunk-PR daher insbesondere für Familienthemen ein bislang wenig ausgeschöpftes Potenzial.

[1] Quelle: http://www.radiozentrale.de/studien-und-daten/radionutzung/ma-2016-radio-ii/.

[2] Gerecke, Werbung gegenüber Kindern und Jugendlichen, NJW 2015, 3185 f.

[3] Nach § 2 Abs. 2 Nr. 8 RStV ist Schleichwerbung die Erwähnung oder Darstellung von Waren, Dienstleistungen, Namen, Marken oder Tätigkeiten eines Herstellers oder eines Erbringers von Dienstleistungen in Sendungen, wenn sie vom Veranstalter absichtlich zu Werbezwecken vorgesehen ist und mangels Kennzeichnung die Allgemeinheit hinsichtlich des eigentlichen Zwecks dieser Erwähnung oder Darstellung irreführen kann.

Über die Autoren.

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Tomma Rabach, Inhaberin der Agentur rabach kommunikation (rk), betreut seit über zwölf Jahren Unternehmen in ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie seit fünf Jahren im Bereich Blogger Relations. Ihr ist es wichtig, die Beratung ganzheitlich und proaktiv zu gestalten. Dabei sieht sich die Agentur als Team mit ihren Kunden: als externe Pressestelle, weniger als separate Agentur. Ob klassische Pressearbeit, Strategieentwicklung oder Beratung, Blogger Relations oder Events – rk folgt stets dem Leuchtturmprinzip: Kunden können einen Wegweiser erwarten, der ihnen Orientierung und Sicherheit gibt. Eine Agentur, die Aufmerksamkeit für die Themen ihrer Kunden schafft und ein Team, das mit Herz und Köpfchen dabei ist. Denn der Fokus von rabach kommunikation liegt auf Branchen, von denen sie auch persönlich begeistert sind: Family und Food. Diese Fokussierung schafft Synergien: für Kunden, Journalisten und Blogger. Weitere Informationen unter www.rabach-kommunikation.de
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Dr. Martin Gerecke ist Anwalt bei CMS Hasche Sigle in Hamburg berät Unternehmen und Einzelpersonen im Urheberrecht, Presse- und Äußerungsrecht sowie zum Recht der neuen Medien (Domain- und Internetrecht, Social Media, Games, Digital Business). Er beurteilt, schützt und verteidigt den Inhalt von Veröffentlichungen, hilft bei der Bewahrung von Schutzrechten (Urheberrechte, Marken, Designrechte) und sonstigem geistigen Eigentum. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der Verhandlung und Gestaltung medienspezifischer Verträge wie Lizenz-, Agentur- oder Künstlerverträge aus den Bereichen Film und TV. Dr. Gerecke verfügt zudem über langjährige Erfahrung im Bereich des Wettbewerbsrechts und befasst sich dort insbesondere mit Rechtsfragen des unlauteren Wettbewerbs und berät bei Gestaltung von Werbe- und Produktmaterialien und Onlineshops. Weitere Infos unter: https://cms.law/de/DEU/People/Martin-Gerecke

Veranstaltungstipps: Interessante Termine für Radiomacher

Many tear-off day calendar with focus on the 5th november, illustration image for time passing or procrastination.

Wer bis zum Ende des Jahres noch nicht ganz ausgebucht ist, kann noch an einigen spannenden Veranstaltungen in Sachen Medien und auch Radio teilnehmen.

Vom 25.-27.10.2016 finden die Medientage München statt. Die Teilnehmer erwarten Diskussionen, Vorträge und Workshops zu Themen wie Film und TV, Medien und Gesellschaft, Medien- und Netzpolitik und natürlich Radio und Audio. Die Eröffnungsrede wird in diesem Jahr Bundeskanzlerin Angela Merkel halten.

Nächsten Monat steht vom 11.-12.11.2016 das Radio Innovation Camp in Erfurt auf dem Plan. Bei der sogenannten „Mitmach-Konferenz“ können die Teilnehmer das Programm selbst mitgestalten und Workshops anbieten oder Vorträge zu Themen wie Innovationen, Trends und Technologien in Sachen Radio halten.

Am 1.12.2016 lohnt sich ein Besuch in Hessen bei den Frankfurter Hörfunkgesprächen. Der Branchentreff für Hörfunkfachleute und Journalisten findet in diesem Jahr unter dem Titel „Jetzt mit noch mehr Radio!“ statt.

Auch für das neue Jahr können schon einige Termine geblockt werden. Direkt im Januar geht es los mit dem Deutschen Medienkongress in Frankfurt. Am 17. und 18. Januar 2017 kommen Experten aus Wirtschaft, Medien und Agenturen zusammen, um sich zu den wichtigsten Themen aus dem Medien-Bereich auszutauschen.

Der wichtigste Kongress in Europa für die Radiobranche findet vom 19.-21.03.2017 statt. Die Radiodays Europe führen im nächsten Jahr 120 Redner und 60 Aussteller nach Amsterdam.

Einen Monat später kommen dann am 25.04.2017 die Entscheider aus der Radio- und Werbebranche in Düsseldorf zum Radio Advertising Summit zusammen. Nach dem ganztägigen Kongress werden im Anschluss beim Radio Advertising Award die besten Werbespots gekürt.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Fotolia – Olivier Le Moal

PR-Themen-Tipps: Von September bis Silvester

Fallow deer standing in a dreamy misty forest, with beautiful moody light in the middle and framed by darker trees

Sie haben ein gutes Thema für einen Radio-Beitrag, doch Ihnen fehlt der Einstieg oder die Idee zur Umsetzung? Kein Problem! Manchmal lohnt sich schon ein Blick in den Kalender, um einen passenden Aufhänger zu finden. Hier ein paar PR-Themen-Tipps für die Zeit von September bis Silvester:

September: Zwar werden wir derzeit noch mit hochsommerlichen Temperaturen verwöhnt, aber das kann sich schnell ändern. Und sicher ist Ihnen schon aufgefallen, dass es bereits früher dunkel wird. Heißt im Klartext: Bei frischeren Temperaturen und mangelndem Tageslicht verbringen wir wieder mehr Zeit in Haus und Wohnung. Ein guter Einstieg in Familien-Themen.

Haus und Garten: Die Gartensaison neigt sich jetzt dem Ende zu. Was muss draußen noch erledigt werden? Welche Pflanzen können draußen überwintern, welche nicht? Müssen Sträucher oder Bäume jetzt noch zurückgeschnitten werden? All das lässt sich gut in einem Radio-Beitrag verarbeiten. Auch Themen, die die eigenen vier Wände betreffen (Bsp. Versicherungen) machen im Herbst Sinn. Denkbar wären zum Beispiel Aufhänger wie „Wie mache ich mein Haus winterfest?“ oder „Was muss ich tun, wenn ich Schäden durch Herbststürme feststelle?“. Natürlich fällt auch das Thema „Einbruchschutz“ in der dunklen Jahreszeit in diese Rubrik.

Oktober: Auch wenn sie schon im September beginnt, so gehört zum Oktober natürlich die Münchner Wiesn. Vom 17. September bis zum 3. Oktober ist München das Zentrum für Maß, Dirndl und Lederhosen. Gut umsetzbar sind passend dazu Reisetipps oder Wissenswertes rund um die Bräuche zum Oktoberfest. Am Ende des Monats eignen sich dann zum Beispiel noch die Zeitumstellung auf die Winterzeit und Halloween als Themeneinstieg.

Gesundheit und Fitness: Kaum ist die Uhr umgestellt, rollt meist auch schon die erste Erkältungswelle durchs Land. Wie hält man sich in dieser Zeit gesund? Welche Ernährungstipps helfen mir durch die Erkältungssaison? Und was bringt wirklich etwas, wenn mich die Grippe schon erwischt hat? Auch interessante Tipps rund um das Thema „Sport im Winter“ sind jetzt günstig.

November: Bei entsprechendem Wetter empfehlen sich in diesem Zeitraum auch Beiträge rund um Schnee und Eis. Von der richtigen Bereifung des Autos bis hin zur Räumpflicht des Gehwegs ist hier alles denkbar. Im Hinblick auf die Vorweihnachtszeit können auch schon „besinnlichere Themen“ eingesetzt werden.

Dezember: Im Dezember steht ganz klar Weihnachten im Fokus. Dazu gehören aber nicht nur Inhalte rund um Geschenke, Familie, Essen und ähnliches, sondern auch Charity-Projekte können jetzt gut über einen Radio-Beitrag vermittelt werden. Und natürlich bietet auch der Jahreswechsel zahlreiche Motive: Welche Bräuche gibt es hier und anderswo an Silvester, wo kann ich am besten in der Sonne ins neue Jahr feiern oder welche Neujahrs-Vorsätze werden am ehesten durchgehalten?

Natürlich lässt sich nicht jedes Thema mit einem saisonalen Aufhänger verknüpfen. Manche Themen benötigen das auch nicht. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich am besten von einem Radio-Experten beraten.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Fotolia – Smileus

Neuer PR-Journal Podcast erschienen! Rückblick für den Monat August

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Das PR-Journal ist für viele PR-Berater und Öffentlichkeitsarbeiter eine Pflichtlektüre, um in der Branche auf dem Laufenden zu bleiben. Die wichtigsten News des Monats gibt es auch als hörbaren Rückblick. Ob im Auto oder in der Bahn: Interessierte verpassen nichts mehr. Realisiert wird der „PR-Journal“-Podcast in Kooperation mit RadioOffice, der Agentur für Radio-PR und Audiokommunikation im Internet aus Sankt Augustin.

Unsere Themen im Monat August: (Zeitmarker für Direktanwahl)

Gehaltsentwicklung in der PR-Branche (0:51)

  • Agenturen auf der Jagd nach Nachwuchskräften mit kreativen Ideen (2:28)
  • Mehr Transparenz in der Quartalsberichterstattung bei Unternehmen (4:05)
  • Personalien: Neuzugänge bei BAH, Veolia und ING-DiBa (4:39)
  • Etats: Neukunden für Willich Communications und Sympra (5:45)
  • Gastbeiträge von Heiko Burrack zum Thema Neugeschäft und PR in Wikipedia von Markus Franz (6:41)
  • Ausblick auf die wichtigsten PR-Termine im September (7:54)

Gastbeitrag von PR-Beraterin Dr. Marion Steinbach: „Kompetent, authentisch und glaubwürdig – mit diesen Experten überzeugen Sie auch kritische Verbraucher“

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Immer mehr Verbraucher misstrauen der bunten Werbewelt. Orientierung für ihre Kaufentscheidung suchen sie stattdessen bei vertrauenswürdigeren Quellen. Dazu gehören Erfahrungen von anderen Kunden und Expertenmeinungen. Vor allem das Vertrauen in Experten ist groß. Ob der Ökotrophologe die neuen Superfoods vorstellt, der Sportler über den Aufbau von Muskeln informiert oder der IT-Experte Tipps zur Technik gibt – man lauscht interessiert, fühlt sich gut informiert und folgt gerne den Empfehlungen.

Für Unternehmen ist dieses Vertrauen in die Expertenmeinung eine Riesenchance, ihre Zielgruppen zu erreichen und zu überzeugen. Damit der Experte überzeugt, braucht es aber mehr als das fundierte Wissen, über das die meisten Mitarbeiter im Unternehmen verfügen. Denn umfassendes Know-how allein macht noch keinen Experten.

Vor allem diese 5 Merkmale sollte Ihr Experte besitzen, damit er glaubwürdig ist:

  1. Er muss authentisch sein. Authentisch ist er, wenn er sein Fachwissen verinnerlicht hat und wenn er lebt, was er macht.
  2. Er muss in der Lage sein, sein Fachwissen so zu formulieren, dass es auch für Laien verständlich ist. Das heißt: Fachbegriffe sind tabu. Sind sie unvermeidbar, kann er sie verständlich „übersetzen“.
  3. Er setzt nichts voraus, sondern erklärt so, dass man seinen Ausführungen auch ohne Vorwissen gut folgen kann.
  4. Er ist ruhig. Denn schließlich weiß er, wovon er spricht. Diese innere Ruhe vermittelt den Verbrauchern: Der ist sich seiner Sache sicher.
  5. Er ist vertrauenswürdig. Diese Ausstrahlung wird über das äußere Erscheinungsbild, aber auch über die Stimme transportiert.

Sie haben einen Experten im Unternehmen, der alle fünf Merkmale erfüllt? Herzlichen Glückwunsch! Dann wissen Sie ja, wen Sie zum nächsten Interview schicken.

Sie haben keinen passenden Experten im Unternehmen? Dann knüpfen Sie Kontakte zu externen Experten. Fragen Sie in Branchenverbänden nach oder nehmen Sie an Fachtagungen teil. Wenn Sie die passenden Experten gefunden haben, laden Sie sie in Ihr Unternehmen ein. Bieten Sie ihnen an, Ihre Produkte kennen zu lernen und zu testen.

Die Experten sind begeistert? Perfekt! Dann sollten Sie über eine langfristige Zusammenarbeit nachdenken. Das kann beispielsweise in Form eines Beirats sein, der sie auch bei der Entwicklung Ihrer Produkte berät. So sind die Experten immer optimal informiert über die Geschehnisse in Ihrem Unternehmen.

Machen Sie die Experten bekannt, indem Sie sie in Ihren Medien zu Wort kommen lassen: In Ihrem Kunden- oder Mitgliedermagazin, in Ihrem Newsletter, in Ihrem Radio-Beitrag oder Ihrem Advertorial. Nutzen Sie die Glaubwürdigkeit der Experten, um Ihre Kunden zu überzeugen.

Dr. Marion Steinbach, Inhaberin von SteinbachPR, berät und betreut Unternehmen, Einrichtungen und Verbände bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, entwickelt Strategien und Maßnahmen für deren öffentlichen Auftritt und setzt diese um. Ihr durch die Praxis erworbenes Wissen vermittelt sie als Dozentin im Rahmen von Seminaren und Workshops sowie als Chefredakteurin des Informationsdienstes PRPraxis, der Know-how rund um die Presse-und Öffentlichkeitsarbeit für PR-Profis praxisnah, anschaulich und schnell umsetzbar aufbereitet. Weitere Informationen unter www.steinbach-pr.de.

Foto: Fotolia – HieroGraphic

Neuer PR-Journal Podcast erschienen!

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Das PR-Journal ist für viele PR-Berater und Öffentlichkeitsarbeiter eine Pflichtlektüre, um in der Branche auf dem Laufenden zu bleiben. Nun gibt es die wichtigsten News des Monats auch als hörbaren Rückblick. Ob im Auto oder in der Bahn: Interessierte verpassen nichts mehr. Realisiert wird der „PR-Journal“-Podcast in Kooperation mit RadioOffice, der Agentur für Radio-PR und Audiokommunikation im Internet aus Sankt Augustin.

 

Die Themen im Juli (Zeiten für die Direktanwahl):

  • Der Führungswechsel bei Ketchum Pleon: (0:56)
  • Amoklauf in München: Gelungene Polizeiliche Krisenkommunikation (3:11)
  • Personalien: Markus Hörwick verlässt den FC Bayern München nach 35 Jahren; Greg Burke wird am dem 1. August neuer Vatikansprecher (3:55)
  • Etats: Schwartz PR gewinnt Alibaba und komm.passion L’Oréal Paris (4:30)
  • Media-Analyse II 2016 für Print und Radio (5:25)
  • Studie: So nutzen Journalisten soziale Medien (6:29)
  • Kurzvorstellung verschiedener Autorenbeiträge (7:21)

Sommerloch? Warum Radio-PR gerade jetzt eine coole Idee ist!

Schild Sommerloch

  • Durch die unterschiedlichen Ferien­zeiten in den Bundesländern hat sich das Sommerloch ein wenig entzerrt. Aber klar ist auch, dass die Redaktionen in der Urlaubszeit durchweg dünner besetzt sind und es mitunter an zugkräftigen Storys fehlt.
  • Die Betonung liegt auf „zugkräftig“. Unserer Erfahrung nach finden natürlich auch im Sommer nur gute Ge­schichten ihren Platz! Doch die Chance aufgrund des Themenmangels gerade jetzt ins Rampenlicht zu rücken, ist deutlich höher als sonst.
  • Im Trend sind zurzeit naturgemäß interessante Beiträge über Grill,- Koch,- Garten- und Urlaubstipps jeglicher Art, die den Verbrauchern/Hörern einen informativen Mehrwert bieten.

Fünf praktische Radio-Beispiele:

Coole Eis-Ideen – Eine Expertin gibt Tipps, wie sich ohne Eismaschine leckeres selbst­gemachtes Speiseeis herstellen lässt, und zwar zu großen Sportereignissen wie z.B. einer Fußball-EM oder den Olympischen Spielen in den landestypischen Farben

An heißen Tagen lecker und gesund trinken – Erfrischungstees mit kaltem Wasser sind eine gute Alternative

Familienurlaub: Die ganze Welt in einem Land. Was das auf 60 Millionen Steinen gebaute LEGOLAND Billund an neuen Attraktionen zu bieten hat

WM-Grillen – Grillprofi Karsten Aschenbrandt mit köstlichen tiefgekühlten kulinarischen Antworten auf den überraschenden Besuch hungriger WM-Gäste

Mit Plastikgeld auf Reisen – immer flüssig auch ohne Bargeld

Neben diesen „Klassikern“ gab es in der Vergangenheit immer wieder auch kuriose Sommerloch-Themen. Skurille Tierstorys, übernatürliche Erscheinungen und vieles mehr. Zum Schmunzeln hier eine kleine Auswahl:

Was Deutschland bewegte … Sommerloch-Themen aus der Vergangen­heit!

1975: Die Legende um das Ungeheuer von Loch Ness. Loch Ness soll angeblich ein entflohener Elefant aus einem nahegelegenen Zirkus gewesen sein.

1982: „Chopper“ macht in der Zahnarztpraxis von Kurt Bachseitz (Neutraubling) einer Zahnarzthelferin immer wieder obszöne Angebote. Chopper ist angeblich ein Gespenst, dessen Stimme aus den Waschbecken und sanitären Einrichtungen der Praxis ertönte. Der Zahnarzt erstattete Anzeige und nach nur zehn Monaten konnte eine Sonderkommission der  Kriminal­polizei den Schwindel aufdecken. Natürlich hatte auch der Zahnarzt seine Finger im Spiel.

1994: In Dormagen entwischt ein Krokodil seinem Besitzer. Das „riesige“ Reptil, das die Besucher eines Baggersees in Aufregung versetzt, entpuppt sich als Kaiman „Sammy“, der ganze 80 Zentimeter misst.

2000: Das „Moorhuhn“ macht in deutschen Büros die Runde. Millionen Arbeitnehmer spielen während der Arbeitszeit das Computerspiel und lassen an den Vögeln kein Haar mehr dran. Und die Arbeitgeber klagen über die Arbeitsmoral ihrer Angestellten.

2001: Kuno, der Killer-Wels. Er soll in Mönchengladbach einen Dackelwelpen verschlungen haben.

2006: Braunbär Bruno treibt an der deutsch-österreichischen Grenze sein Unwesen. Er wurde zum Abschuss freigegeben.

2009: Ulla Schmidt (SPD/Bundesgesundheitsministerin) bekommt Ärger, weil sie ihren Fahrer zu ihrem Spanien-Urlaub mehr als 2.500 Kilometer nachfahren lässt.

2013: Und wieder versetzt ein vermeintlicher Alligator Deutschland in Angst und Schrecken. Dieses Mal ist es die Schildkröte Lotti, die einen kleinen Jungen aus dem Allgäu beim Baden gebissen haben soll. Badeseen werden gesperrt, Weiher trockengelegt. Aufzufinden war Lotti nie.

Autor: Michael Scheidel / Foto: Fotolia sg-design

In eigener Sache: Monatlicher Podcast mit PR-Journal

PR-Journal

Für viele Branchen-Kenner steht am Dienstagmorgen zuallererst die Lektüre des PR-Journal-Newsletters an. Meldungen aus Agenturen und Unternehmen, Personalien, Etatgewinne und Termine gibt es auf einen Blick – und ab sofort auch als Rückblick zum Anhören. Wir freuen uns, dass wir das PR-Journal bei einem monatlichen Podcast unterstützen dürfen, der die wichtigsten Themen des vergangenen Monats zusammenfasst. Wer es zum Beispiel nicht geschafft hat, die Artikel ausführlich zu lesen, kann sich den Podcast einfach unterwegs oder am Rechner unter www.pr-journal.de anhören. Außerdem kann jeder, der möchte, eine Kompaktversion per WhatsApp erhalten. Und hier geht’s direkt zum Podcast.

Autorin: Iris Mohr; Foto: www.pr-journal.de