Frühlingserwachen: Fünf Aufhänger für Ihre Audio- und Online-PR!

Während sich der Winter allmählich verabschiedet, verkündet die Natur den Frühling. Und damit kehren bei den meisten die Lebensgeister wieder zurück. Viele Menschen widmen sich jetzt vermehrt der Gartenarbeit, mobilisieren ihre Kräfte für den Frühjahrsputz oder genießen einfach die ersten Sonnenstrahlen.

Und genau dieses Frühlingserwachen können etliche Unternehmen bzw. PR-Agenturen für sich nutzen, um mit Produktneuheiten oder Dienstleistungen bzw. altbewährten Tipps und Ratschlägen auf sich aufmerksam zu machen. Zumal mit dem Frühling auch die Suche nach relevanten Informationen im Internet steigt. Außerdem gibt es etliche Themen, die im Rundfunk hervorragend funktionieren und als gewinnbringendes PR-Tool eingesetzt werden können.

1. Tipp: Der Frühjahrsputz

Das kann der Frühjahrsputz im Kleiderschrank sein, der zum Ausmisten und Neueinkauf einlädt. Der Frühjahrsputz für den Körper, der einem zeigt, wie man sich von überflüssigen Pfunden trennt. Das Putzen im Garten, das uns mit einer neuen Dienstleistung oder einem neuen Produkt beispielsweise besonders leicht gemacht wird oder auch der Frühjahrsputz im Aktenorder, der Radiohörer bzw. Verbraucher darauf hinweist, was wie lange aufbewahrt werden muss und welche Formulare und Anträge jetzt zu stellen sind. Und natürlich der Frühjahrsputz im Haus, der möglichst umweltfreundlich und mit wenig Chemie erfolgen sollte. Ratschläge, nützliche Strategien und interessante Geschichten über den Frühjahrsputz gibt es viele. Nutzen Sie es für Ihre PR!

2. Tipp: Der Garten

Er ist eines der Hauptthemen im Frühling. Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Garten­freunde gibt es über eine Million Kleingärten, die von vier Millionen Gartenfreunden genutzt werden. Haus- und Wohnungseigentümer nicht mitgerechnet. Wer in diesem Bereich zu „Hause“ ist, kann Botaniker und Pflanzenliebhaber mit etlichen Tipps aus ihrem Winterschlaf entreißen. Informieren Sie zum Beispiel über die besten Pflanzzeiten, über Frühlingsblumen, über effektive Düngemethoden, über farbenfrohe Abwechslung auf dem Balkon oder der Terrasse, über die aktuellen Trendfarben im Garten und Vieles mehr.

3. Tipp: Ostern

Na klar, Ostern steht vor der Tür (erstes Aprilwochenende) und das ist natürlich ein Top-Thema. Und damit meine ich nicht, dass der Mietwagen für den Urlaub an Ostern zu 20 Prozent günstiger ist. Ostern ist vor allem ein Fest auch für die jüngere Generation. Die schönsten Geschenkideen für Kinder und Jugendliche, die neuesten Trends in Sachen Ostereierbemalung, die passende Dekoration für das Heim, das coolste Rezept, um die Fastenzeit zu beenden und, und, und. Gute Aufhänger und Ideen für redaktionelle Storys sind leicht zu finden und werden auch von den Redakteuren jedes Jahr aufs Neue gesucht und ausgestrahlt.

4. Tipp: Die Reiselust zu zweit 

Liebe geht durch den Magen. Das heißt, mit Ostern sind neben frischem Blumenduft gemütliche Kochrezepte zu zweit sehr an­gesagt. Aber es liegt auch Liebe in der Luft. Sprich die Lust, als Paar oder Familie etwas zu unternehmen und auf Reisen zu gehen, steigt wieder. Reisetipps zu interes­santen Städten und Events, Freizeitaktivitäten, die für ein gesünderes Wohlbefinden sorgen oder aber auch ausgedehnte Wander- und Radwege, Laufwege in grüner Waldlandschaft zu spannenden Ausflugszielen können gute Ansätze für eine Story sein. Wer zum Oster-Fest über Erlebnis-Präsente berichtet, über originelle Ideen, gemeinsam seine Freizeit ohne großen Organisationsaufwand ver­brin­gen zu können, dürfte ganz oben in der Gunst der Redaktionen stehen.

5. Der Muttertag

Mit Feiertagen ist der Mai reichlich gesät. Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Fronleichnam und natürlich der Muttertag am 13. Mai. Viele Söhne und Töchter begeben sich an diesem Tag auf die Suche nach dem optimalen Geschenk. Hier kann die PR behilflich sein und Hinweise geben, wie man mit wenig Eigenarbeit ein tolles Präsent hinbekommt. Bastel-Ideen, Frühlings-Gedichte, Ausflüge oder auch die schönsten Blumen, empfohlen vom Deutschen Meister der Floristen beispielsweise, können geeignete Themen sein, die Müttern einen unvergesslichen Tag bescheren und mit denen Sie Ihren Kunden vielleicht ebenso eine unvergessliche Reichweite schenken können. Dazu eignet sich gerade auch die Radio- bzw. Hörfunk-PR, denn mit diesem PR-Instrument ist schnell und kostengünstig ein großes Publikum zu erreichen.

Autor: Michael Scheidel / Fotolia

Boom, Boom, Podcast!?!

„Podcasts waren eigentlich ein totes Thema im deutschen Markt. In den späten 2000er Jahren boomten die Audio-Konserven kurze Zeit, um dann in der Versenkung zu verschwinden. Doch jetzt erfährt dieser Markt einen ungeahnten Aufschwung.“ So beginnt der lesenswerte Artikel von Guido Schneider auf dem Branchenportal kress.de und dies ruft Erinnerungen wach.

Im Jahre 2003, als das Internet für viele noch ein Experimentierfeld war und das 56k-Modem gerade vom Markt zu verschwinden „drohte“, gründeten wir als Radio-PR-Anbieter das Podcastportal SoundFacts, auf dem alle Audioproduktionen der Agentur dem Verbraucher zugänglich gemacht wurden. Man konnte sich sein eigenes Radio nach speziellen Rubriken zusammenstellen, denn der Anfangsbestand der mp3-Tankstelle wuchs von wenigen hundert innerhalb von fünf Jahren auf 3.800 Audio-Produktionen an. Im Schnitt verzeichnete das Portal über 50.000 Downloads pro Monat, am 15. August 2008 wurde die 2.000.000 Hörer-Grenze ge­knackt. Ohne Facebook-Werbung! Einzig und allein iTunes und die aktive Suche nach Audio-Dateien im Netz durch den User verhalf uns zu diesem Erfolg. Das Angebot reichte von kurzen kuriosen Meldungen über Servicebeiträge mit O-Tönen, politische Interviews und komplette Podcastserien, die den Verbraucher z.B. darüber informierten, wie unsere Wirtschaft funktioniert.

Es dauerte dann ein paar Jahre nach unserem Start, bis dann auch immer mehr Unternehmen und Verbände Podcasts für ihre Unternehmenskommunikation nutzten, um direkter ihre Zielgruppen erreichen zu können. Der Erfolg war nach meiner Beobachtung recht dürftig, denn Vielen gingen irgendwann die Themen aus und auch an der Vermarktung haperte es mitunter. Aber es war ein regelrechter Hype und es wurde recht schnell sogar ein Podcastverband gegründet, der darüber befand, ob PR in diesem Bereich überhaupt erlaubt sei oder nicht. Eigentlich wollten die Podcaster unter sich sein und keine professionellen Dienstleister im Netz haben. Und erst recht keinen verdächtigen PR-Content, der das Netz beschmutzt.

Schnell tauchten sogar Firmen auf, die Podcasts professionell vermarkten wollten und sich darum kümmerten, Werbepartner zu finden. Der Werbepartner suchte sich seinen Podcast, bei dem Reichweite und Konzept stimmte, aus und der Vermarkter bezahlte den „Podcaster“ pro Klick bzw. Download. Viel kam für den Podcaster damals allerdings nicht zusammen und flugs verschwand dieses Modell auch wieder.

Und wie sieht es heute aus? Erlebt Deutschland tatsächlich einen zweiten Podcast-Boom? Wird es ausreichen, dass 15 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren nach Angaben des Autors wöchentlich Podcasts hören, sprich 7,5 Millionen Nutzer? Und wird dadurch tatsächlich bei der Podcast-Vermarktung neue Fahrt aufgenommen?

Nun, ich glaube, die Reichweite der Podcasts wird letztlich entscheiden, ob sich eine Vermarktung wirklich lohnt und hier muss natürlich der Podcaster selbst erst einmal mitspielen. Wenig bekannt ist nämlich darüber, ob Werbung in Podcasts vom Nutzer überhaupt akzeptiert wird. Allerdings, und das bleibt festzuhalten, gibt es in der Tat bestimmte Podcasts mit erstaunlichen Reichweiten. Der Politik-Podcast zur „Lage der Nation“ erzielt nach eigenen Angaben pro Folge eine fast sechsstellige Hörerzahl. Und der Podcast Sexvergnügen z.B. schafft pro Folge im Schnitt beachtliche 80.000 Hörer!

Insofern bieten spezielle Podcasts sicher Vermarktungspotenzial. Die beiden Vermarkter AS&S Radio und RMS haben gerade angekündigt, dieses Feld ausbauen zu wollen. Die AS&S sieht sich dabei nach eigenen Angaben als Qualitätsvermarkter und will sich nur um profilierte Podcast-Marken für den Werbemarkt kümmern, wie das Berliner Podcast-Label Viertausendhertz beispielsweise. Ihnen geht es darum, native Werbeformen in Podcasts zu integrieren. Das heißt, die Werbung wird an das redaktionelle Umfeld des Podcasts angepasst.

Die RMS geht darüber hinaus noch einen anderen Weg, der dem ähnelt, wie er Mitte der 2000er Jahre praktiziert wurde. Sie setzt zusätzlich auf eine automatisierte Vermarktungsstrategie. Das heißt, Audiospots werden über einen Server als Pre-Stream, also bevor der eigentliche Podcast beginnt, ausgespielt. Und Sie setzt auf die klassischen Podcasts der Radiosender, die sie als Vermarkter bereits in ihrem Portefolio haben.

Ob und welche Strategie sich durchsetzen wird, darauf darf man durchaus gespannt sein. Ich glaube aber wie gesagt, dass es vielmehr noch etliche Podcasts braucht, die über eine medienrelevante Reichweite verfügen. Und ob es sich schließlich wirklich um einen zweiten Podcast-Boom in Deutschland handeln wird, muss sich meines Erachtens erst noch beweisen!

Übrigens: Unseren Podcast zu verschiedenen Themen finden Sie unter www.podcast-office.de 

Autor: Michael Scheidel / Fotolia

„Hallo Hasso“: Radio für Vierbeiner

Wer seinem Hund mal so richtig Ruhe und Entspannung gönnen will, sollte „Hallo Hasso“ einschalten. Ein Radiosender speziell für Vierbeiner, den Radiomoderator Stephan Stock ins Leben gerufen hat. Schuld an dem „Spartensender“ ist seine Hundedame Layla, die immer wieder für Chaos in seiner Wohnung sorgte, während er beim Sender moderierte.

Also überlegte er sich fortan, welche Musik wohl einsame Kläffer zum Schweigen bringen würde. Das Ergebnis dieser Überlegungen ist „Hallo Hasso“. Der Hundesender ist auf der Webseite von Radio Ton seit dem 1. April direkt anwählbar. Bei Hunden besonders gut an kommt Hippie-Gedudel, Klassik und E-Gitarrensound, alles möglichst ohne Schlagzeug.

Wie viele Ohren dem Hunderadio zuhören, ist bislang unbekannt. Ebenso, ob „Hallo Hasso“ den üblichen Radiosendern bereits Konkurrenz macht. Deren Reichweiten wurden übrigens  gestern von der Arbeitsgemeinschaft Media Analyse (AGMA) veröffentlicht. Die Gewinner und Verlierer auf einen Blick sind unter diesem Link nachzulesen.

Autor. Michael Scheidel / Fotolia ©Ermolaev Alexandr

Am Ohr der Zeit: Politik-Podcasts im Superwahljahr

Wer sich mit Podcasts beschäftigt, liest derzeit nur Positives. Podcasts seien das boomende Genre im Medienmarkt, liegen im Trend wie nie, entwachsen dem langjährigen Nischendasein und seien im Vergleich zu den USA bei uns noch „unterentwickelt“. Mag ja sein, doch klar ist eigentlich nur: Pod­casts sind unter anderem deshalb so großartig, weil sie zu jeder Zeit auf dem Handy, iPad oder PC verfügbar sind und weil das Angebot mittlerweile so groß ist, dass man sich wirklich sein eigenes Radio zusammenstellen kann. Das sah vor ein paar Jahren noch anders aus.

Bestes Beispiel: Politik-Podcasts, und zwar solche, in denen Journalisten im Superwahljahr 2017 das aktuelle Geschehen kommentieren und dabei ein eigenes Format kreieren, das sich von den üblichen TV-Diskussionsrunden unterscheidet.

Seit Mitte März geht zum Beispiel der Spiegel-Online-Podcast „Stimmenfang“ der Frage nach, was Deutschland im Superwahljahr wirklich bewegt. Ein Projekt mit interessanten Themen, bei der auch die Wählerinnen und Wähler zu Wort kommen. Deutlich länger auf Sendung ist der Podcast „Zur Lage der Nation“, in dem der Journalist Philip Banse und der Jurist Ulf Burmeyer einen politischen Wochenrückblick präsentieren und das politische Geschehen von der US-Außen-Politik über die Frankreich-Wahl bis hin zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz Revue passieren lassen. „Der Schulzcast“, ebenfalls seit März auf Sendung, beschäftigt sich ausschließlich mit dem SPD-Politiker und Kanzlerkandidaten. Und der Aufwachen!-Podcast von Tilo Jung und Stefan Schulz hat schon 197 Folgen auf dem Buckel; auf seiner Webseite übrigens mit einem eigenen Diskussionsforum.

Neben diesen Angeboten gibt es noch etliche von öffentlich-rechtlichen TV-, Radio- und Online­-Sendern wie Detektor fm z.B., die ihre Sendungen größtenteils zum Nachhören ins Netz stellen. Eine ganz gute Gesamtübersicht ist bei iTunes zu finden!

Autor: Michael Scheidel; Fotolia

Lesetipps für Podcaster: „Länger ist nicht besser!“

Zwei Artikel zum Thema „Podcasting“ sind uns in letzter Zeit aufgefallen.

Vincent Kittmann vom Podcast-Vermarkter OMR blickt in die Glaskugel und stellt uns die aus seiner Sicht wichtigsten Trends für 2017 vor. Er setzt auf Spotify und Audible, die die kleine, aber feine Podcastszene in Deutschland beflügeln könnten. Hier geht’s zum Artikel in der Horizont.

Und der selbsternannte „Radio-Futurologe“ James Cridland fasst auf Radioszene.de unter anderem zusammen, welche Kriterien ein Podcast erfüllen sollte, um attraktiv zu sein. Außerdem sagt er, wie man neue Zuhörer für seinen Podcast gewinnen kann.

Fotolia Marco2811 / Autor: Michael Scheidel

Mediennutzung 2016: VPRT-Analyse sieht Radio und TV ganz vorne

Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. hat die Ergebnisse seiner Mediennutzungsanalyse 2016 veröffentlicht. Daraus geht hervor: Radio und Fernsehen sind weiterhin die meist genutzten Medien in Deutschland.

Jeden Tag verbringen die Deutschen zehn Stunden mit Medien, davon mehr als acht Stunden mit audiovisuellen Medien. Gerade Radio und Fernsehen zeichnen sich durch ihre hohe Verweildauer aus. Pro Tag sehen die Menschen ab 14 Jahren drei Stunden und 43 Minuten fern, beim Radio bleiben sie drei Stunden und zehn Minuten dran. Insgesamt sehen über 90 Prozent regelmäßig fern und hören Radio.

Natürlich gewinnt das Internet weiter an Bedeutung. 78 Prozent der Bundesbürger sind mindestens monatlich online. Die Onliner verbringen eine Stunde und 19 Minuten täglich im Netz. Rund die Hälfte der Zeit wird übrigens für das Streamen von Video- und Audioinhalten genutzt. Radio hören bedeutet längst nicht mehr, nur das Radiogerät einzuschalten. Das zeigen auch die IVW-Abrufzahlen der Web- und Audioportale. Allein im Januar konnte beispielsweise der Aggregator radio.de über 23 Millionen Visits verzeichnen. Die Abrufzahlen finden Sie hier. Die ausführlichen Ergebnisse der VPRT Analyse hier.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Fotolia – Marco2811

Call for Podcast: Wettbewerb für Podcaster – und die, die es werden wollen

call_for_podcast

Podcasts bekommen immer mehr Aufmerksamkeit. Ob sie ihr Nischendasein wohl bald beenden können? Wir werden sehen. Schließlich schwappt der Trend (erneut) erst nach und nach aus den USA zu uns herüber. Zumindest – so mein Eindruck – ist ihre Wertschätzung in der letzten Zeit gestiegen. Das zeigt sich nicht nur in steigenden Nutzerzahlen (Jeder 7. hört sich Podcasts an), sondern auch am steigenden Angebot. Genau das möchte der Bayerische Rundfunk jetzt noch erweitern und ruft zum Wettbewerb „Call for Podcast“ auf.

Was zählt, ist eine gute Idee. Diese muss in ein Konzept umgewandelt werden, entweder schriftlich auf einer Seite oder zum Hören in 90 Sekunden. Bis zum 31. Dezember müssen die Skizzen eingereicht werden. Die besten erhalten dann den Auftrag zur Produktion einer Pilotfolge, die auf callforpodcast.de veröffentlicht wird. In der nächsten Runde werden dann drei Gewinner ermittelt, die ein Preisgeld erhalten und einen Mehrteiler ihres Podcasts produzieren dürfen, mit redaktioneller Begleitung, Coaching und unter idealen Bedingungen in den Studios des BR.

Interessiert? Alle Infos und die genauen Teilnahmebedingungen gibt’s auf callforpodcast.de.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Call for Podcast

Audioangebote im Netz nehmen weiter zu

webradiomonitor2016

Vor genau einem Jahr berichteten wir über die Ergebnisse des Webradiomonitors, die einen starken Anstieg der Audioangebote im Netz verzeichneten. Und auch heute lautet die Meldung wieder: Die Anzahl nimmt weiter zu. Erstmals wurden über 10.000 Webradio- und Online-Audioangebote in Deutschland erfasst. Einen entscheidenden Antrieb dafür bildet die mobile Internetnutzung.

Welche Rolle sie genau spielt, zeigt die ARD/ZDF-Onlinestudie. Vorweg: Die Anzahl der Internetnutzer in Deutschland steigt weiter an, und zwar auf insgesamt 58 Millionen. Mehr als zwei Stunden täglich sind die Bundesbürger im Netz unterwegs. Je jünger die User, desto länger surfen sie im Web. So kommen die 14- bis 29-Jährigen auf über vier Stunden. Erstmals überholt nun auch das Smartphone den Laptop als häufigstes Internetgerät. Fast 30 Prozent gehen jeden Tag mobil ins Internet.

In welchen Situationen werden nun Online-Audioangebote genutzt? Wie der Webradiomonitor 2016 zeigt, zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten. Die Mehrheit greift zu Hause darauf zu (84%). Aber auch bei der Arbeit (26%), im Auto (26%) oder in Bus und Bahn (18%) hören die User Musik, Hörbücher und Co. Fast ein Drittel der Zugriffe erfolgt über mobile Geräte wie Smartphone oder Tablet. Und: Die Anbieter rechnen hier mit einem Anstieg auf 45 Prozent innerhalb der nächsten zwei Jahre.

Dass sich das Webradio-Segment derart positiv entwickelt hat, hat den Anbietern zufolge verschiedene Gründe. Zu den entscheidenden zählen Flatrates (79%), ein leistungsfähiger Mobilfunk (74%), bessere WLAN-Verfügbarkeiten aber auch die Möglichkeit, Audio-Streams im Auto zu hören. Doch es gibt auch weiterhin Hürden, die für eine andauernde positive Entwicklung künftig überwunden werden müssen. So sehen die Anbieter die größten Schwierigkeiten in den hohen Gebühren für Rechte und Lizenzen (75%) oder im begrenzten Datenvolumen bei Mobilfunkverträgen (74%).

Die ausführlichen Ergebnisse werden heute im Laufe des Tages unter www.webradiomonitor.de veröffentlicht. Die ersten Keyfacts finden Interessierte schon hier.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Screenshot webradiomonitor.de

Die 10 bekanntesten Radio- und Musik-Apps

Interaction hands using mobile apps, concept mobile apps

1/ Audials Radio Free hat eine der größten Radiodatenbanken mit regionalen Radiosendern in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie über 90.000 internationale Internetradios zum Hören und zum Aufnehmen anzubieten. Ganz neu sind weitere 100.000 Podcasts aus den Kategorien News, Infos, Gags und Entertainment!

iTunes / Google Play

——————————————————————————————————————–

2/ Mit Radio.de kann man sich auf einen Klick über 10.000 Radiosender auf das iPad oder das Smartphone laden. Ganz nett ist auch, dass jedes Lied, welches gerade gespielt wird, angezeigt wird. Eine ganz gute Entscheidungshilfe, ob man den Sender gerade anwählen will. Ein wenig nervig ist nur der Werbespot am Anfang.

iTunes / Google Play 

——————————————————————————————————————–

3/ Mit  RadioDeck hat man Zugriff auf über 1.000 Sender. Die App ist ebenfalls kostenlos und unter­stützt Airplay, was für iPhone oder iPad-Besitzer durchaus interessant sein kann. Radiodeck ist eine Weiterentwicklung der „Internet Radio Box“. Wen die Werbung am unteren Bildrand stört, der kann sie für 99 Cent pro Jahr (!) entfernen lassen.

iTunes / Google Play

——————————————————————————————————————-

4/ XiiaLive ist eine sehr umfangreiche und kostenlose Radio-App mit 50.000 hörbaren Angeboten aus dem Netz.

iTunes / Google Play

——————————————————————————————————————-

5/ TuneIn.  Ist mit mehr als 100.000 Sendern und 4 Millionen Podcasts eine der beliebtesten Apps mit der größten Auswahl an kostenlosen Radiosendern rund um die Themen Sport, Musik, Talk & Nachrichten aus der ganzen Welt. Natürlich auch nicht werbefrei.

iTunes / Google Play 

——————————————————————————————————————-

6/ Phonostar. Mit dieser App kann man aus 20.000 Radiosendern auswählen. Ganz cool ist die Radio-Cloud. Das heißt, man kann damit bis zu zwei Stunden Sendungen aufnehmen ohne seinen eigenen Webspace unnötig zu belasten. Im Übrigen auch, wenn der Rechner aus ist!

iTunes / Google Play 

——————————————————————————————————————-

7/ Der Radioplayer wurde erst 2014 von 15 deutschen Privatradios gegründet mit dem Ziel, dass Radio im Netz zu stärken. Nach eigenen Angaben kommt die Plattform jetzt auf über 600 Kanäle (nicht Sender). Mir persönlich gefällt radio.de besser, weil es viel umfassender ist. Aber das ist Geschmackssache.

iTunes / Google Play

——————————————————————————————————————-

8/ Spotify. Wer auf keinen bestimmten Sender steht, für den kann Spotify eine Alternative sein. Kostet in der Basis-Version nix. Man wählt sich bestimmte Titel je nach Geschmack aus und Spotify passt sich mit der Zeit dann an die persönlichen musikalischen Vorlieben an.

iTunes / Google Play 

——————————————————————————————————————-

9/ Apple Music. Ist nur die ersten drei Monate kostenlos. Funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie Spotify. Allerdings bietet Apple Music mit Beats 1 einen eigenen Internetsender an, der rund um die Uhr Musik und Interviews sendet.

iTunes / Google Play

——————————————————————————————————————-

10 / SoundCloud ist ein Online-Musikplattform, auf der sich Künstler kostenlos präsentieren können. Jeder kann dort seine Audiodatei hochladen und nach Angaben von SoundCloud 175 Millionen Nutzern zur Verfügung stellen.  Recht neu ist SoundCloud Go: Ebenfalls ein Streaming-Dienst, der Abonnenten Zugriff auf mehr als 125 Millionen Songs verspricht. Zurzeit gibt es das Angebot nur in den USA für zehn Dollar im Monat (April 2016).

iTunes / Google Play

Die Reihenfolge der aufgeführten Radio- und Musik-Apps stellt keine Wertung dar. Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben.

Autor: Michael Scheidel / romas29 – Fotolia

Radio im Supermarkt: Was bringt eigentlich Instore Radio?

supermarket blur

Haben Sie schon mal darauf geachtet, was im Supermarkt aus den Lautsprechern kommt? Sollten Sie, denn neben Aufrufen an die Kollegen, eine weitere Kasse zu öffnen oder den Pfandautomaten zu leeren, ertönt häufig ein eigens für das Geschäft konzipiertes „Radioprogramm“. Zu hören ist das zum Beispiel bei Rewe, Penny oder Edeka. Aber was steckt genau dahinter?

Zunächst ähnelt das sogenannte Instore Radio einem gängigen AC-Format. Es gibt (Mainstream-) Musik, Moderation, Nachrichten, Servicebeiträge und sogar Sportmeldungen. Produziert wird das Ganze von Anbietern, die entweder ganze Programmstrecken liefern oder zum Beispiel Werbespots für diese Sendungen anfertigen und vertreiben. Versprochen wird eine Reichweite von 13 Millionen Verbrauchern pro Tag. Das Ziel ist natürlich klar: Der Kunde soll direkt am Point of Sale eine Werbebotschaft bekommen und somit zum Kauf bewegt werden. Aber es soll noch mehr bieten.

Instore Radio soll „den Einkauf verschönern“ und „unterhalten“. Der österreichische Anbieter Radio Max spricht zum Beispiel von einem „entspannten Hörgenuss auf hohem Niveau“ und Marcus Haus, Bereichsleiter Marketing bei Rewe und Rewe Group, erklärt im Interview mit W&V, dass das Radioprogramm im Supermarkt den Einkauf entschleunigen soll. Soweit so gut. Für den eigentlichen Kunden – nämlich den Supermarkt selbst, der schlussendlich für das Radioprogramm bezahlt – gehören auch spezielle Infos ins Programm. Hinweise auf besondere  Angebote oder Aktionen sind Teil der Sendestrecken. Kombiniert werden kann dies wiederum mit redaktionellen Tipps fürs nächste Grillfest (welche Grillsoße ist die beste und zudem gerade noch im Angebot) oder den Frühjahrsputz (mit welchem Reiniger bekomme ich die Fenster wirklich sauber). In der Regel ist es auch möglich, die Aktion mit Werbeaufstellern im Markt zu kombinieren.

Eine weitere interessante Option, die das Instore Radio bietet: die direkte Kommunikation mit den Mitarbeitern oder deren Einbindung ins Programm. Der Anbieter Radio P.O.S. wirbt beispielsweise mit Corporate Content innerhalb des Programms. Das bedeutet, dass Maßnahmen, Slogans und Ähnliches zur Motivation eingebunden, Infos zur Ausbildung im Markt gegeben oder möglicherweise auch Mitarbeiter interviewt werden können.

Grundsätzlich ist ein solches Konzept natürlich nicht nur im Supermarkt denkbar, sondern generell in größeren Geschäften. Aber: Wichtig ist, dass die Zielgruppe im Auge behalten wird. Je vielfältiger diese ist, desto breiter aufgestellt sollte auch ein entsprechendes Instore Programm sein.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Fotolia – Matty Symons