Radio: Geht ins Ohr und bleibt im Kopf der Mediaplaner!

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„Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf.“ Dieser Claim fällt vielen Menschen sofort ein, wenn sie nach originellen Radiospots gefragt werden. Er gehört zu den Spots der Radiozentrale, eine Plattform der privaten und öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland, die im Jahr 2007 die Imagekampagne pro Radio ins Leben rief. Das Ziel der Kampagne ist es, die Möglichkeiten, die Radiowerbung bietet, aufzuzeigen – und zwar mit Spots, die mit Witz kleine alltägliche Geschichten erzählen und dem Hörer tatsächlich im Gedächtnis bleiben. Nicht umsonst wurden sowohl die Kampagne als auch einzelne Spots, die übrigens aus dem Hause Grabarz & Partner stammen, bereits mehrfach ausge­zeichnet.

Dass mit Radio immer die Richtigen erreicht werden können, davon sind auch die Unternehmen nach wie vor überzeugt. Nicht alle klassischen Medien scheinen vom unbestreitbaren Boom der Online-Werbung betroffen zu sein und müssen signifikant Marktanteile abgeben. Zumindest das Radio (noch) nicht, allen Unkenrufen zum Trotz. Im Jahr 2013 lag nämlich die Zahl der Bruttowerbeumsätze im gesamten Radiomarkt bei 1,54 Milliarden Euro. Und auch die ersten vier Monate diesen Jahres zeigen laut Statista.de mit 346 Mio. Euro eine recht konstante Entwicklung in diese Richtung. Für den privaten Rundfunk wird ein Plus von 1,1 % prognostiziert. Aktuell hohe Steigerungsraten sind vor allem in der Auto­mobilindustrie und bei den Zulieferern zu verzeichnen.

Radio bleibt also im Kopf der Mediaplaner. Vielleicht auch, weil der Tausender-Kontakt-Preis für einen Radiospot zum Beispiel nach Angaben der RMS, einem der größten Vermarkter, in der Ziel­gruppe der 14-49-Jährigen um das knapp 6-fache niedriger ist als beim TV (TKP Radio = 3,91 Euro zu TKP TV 23,– Euro).

Aber was kostet eigentlich ein Radiospot? Der finanzielle Aufwand für einen Radiospot ist neben den reinen Produktionskosten im Wesentlichen von drei Faktoren abhängig. Einmal vom Spotpreis pro Sekunde des jeweiligen Radiosenders, bei dem man werben will. Die Preise können hier zwischen zwei und über hundert Euro pro Werbesekunde liegen. Zweitens muss man sich darauf basierend überlegen, wie lang der Spot sein soll. Üblich sind zwischen 15 und 30 Sekunden. Und Drittens ist natürlich wichtig, um welche Uhrzeit der Radiospot beim ausgewählten Sender läuft. In der Prime-Time (8 bis 9 Uhr) ist die Werbesekunde deutlich teurer als nach 18 Uhr.

Und was für Werbeformate bietet das Radio? Neben dem klassischen Spot, der gemeinsam im Werbeblock mit anderen gesendet wird, gibt es unter anderem den so genannten Tandem-Spot. Das heißt, innerhalb eines Werbeblocks schaltet man einen Hauptspot und anschließend einen kürzeren Reminder, der an die Werbeaussagen des Hauptspots erinnert und z.B. noch einmal auf die Webseite aufmerksam macht. Eine andere Variante ist der Single-Spot, der nicht im Werbeblock, sondern alleinstehend im laufenden Programm platziert wird. Das ist jedoch meist teurer (zwischen 25 und 50% je nach Sender). Und, um nur einige Grundformen zu nennen, darüber hinaus gibt es auch den Teaser-Spot, bei dem ein kurze Werbeaussage (5-10 Sekunden) auf den Hauptspot innerhalb eines Werbeblocks hinweisen soll. Also der Gegenpart zum Tandem.

Übrigens: Die nächsten „Geht ins Ohr“-Spots laufen bundesweit am 21. Januar 2015. Wer die preisgekrönte Kampagne nachhören will, findet hier mehr: www.radiozentrale.de/aktuell/kampagne-pro-radio/cd-kampagne/. Dort kann man sich über 60 „Kopfkinos“ per CD für rund sechs Euro bestellen.

Autor: Michael Scheidel ; Bildnachweis: Fotolia (bilderstoeckchen)

 

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