Projektbeispiel: Mehrwert im Radio – Hören Sie unsere Infospots auf Radio NRW

2627238

Stau, Parkplatzsuche, Knöllchen: Wer mit dem Auto in die Stadt fährt, schiebt zurzeit Frust. Aber gibt es eine Alternative? Und was mache ich mit meiner kaputten Kaffeemaschine? Muss es ein neues Handy sein, wenn der Akku streikt? Ach ja, und kann ich beim Einkaufen im Supermarkt eigentlich das Klima schützen?

Diese Fragen beantwortet die Kampagne MehrWert NRW der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Wir haben dazu sechs Infospots und Infomercials redaktionell erarbeitet und produziert.

Zu hören sind die Spots bis Ende des Jahres bei Radio NRW mit 45 angeschlossenen Lokalsendern. Hier eine Kostprobe:

 

Autor: Michael Scheidel; Fotolia

PR-Denglisch für Runaways

Do you speak English?

Eben bekomme ich einen Call von einem potenziellen Client, der sich gerne nach dem Pricing erkundigen möchte. Es ginge um einen Pitch und er brauche ein aktuelles Angebot – am besten asap, da er nur noch eine Stunde im Office ist.

Willkommen, bienvenue, welcome in der bunten Welt der PR-Anglizismen. Nicht falsch verstehen, ich bin ein Fan – pardon: Anhänger – der Globalisierung, ich bin der englischen Sprache mächtig und weiß natürlich auch, dass es in einer internationalen Branche mit internationalen Kunden auch viele englische Begriffe gibt, die sich seit Jahren etabliert haben. Aber in der Hörfunk-PR? Einer Branche mit einer Hand voll Anbietern, die sich in der Regel auf den deutschsprachigen Radio-Markt beziehen? Da muten zweisprachige Visitenkarten genauso sinnlos an wie die Pseudo-Anglizismen, die sich in den letzten Jahren breit machen und mehr verwirren als zum allgemeinen Verständnis beitragen.

So können sich unter einem redaktionellen Hörfunkbeitrag wahrscheinlich die meisten etwas vorstellen. Anders als unter einem Radio Press Kit. Da klingt zwar very wichtig, sagt aber nicht viel aus. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

Ähnlich sieht‘s beim Infomercial aus – ein Format, das sich viele Hörfunk-Agenturen ganz oben auf ihre Angebotsliste geschrieben haben, vom dem – und das merken wir im Tagesgeschäft immer wieder – viele Kunden aber gar nicht genau wissen, was es eigentlich ist. Dass es sich dabei um einen Werbebeitrag handelt, also gebuchte Werbezeit. Must-Have oder No-Go? Das hängt von der Message und dem Content ab – aber da finden wir schon gemeinsam eine Solution. Vielleicht bei einem Brainstorming. Schließlich ist Storytelling unsere Profession.

Oder wie wäre es mit einem Call in & Win oder einer Case Study im Radio – selbstverständlich mit einem abschließenden Monitoring? Regelrecht langweilig klingen dagegen Bezeichnungen wie Meldung, Telefonaktion, Gewinnspiel, Kollegengespräch oder gar Dokumentation. OMG! Sind wir etwa bei uns in der Agentur old school? Und wenn schon. Retro ist schließlich gerade im Trend. Und mit diesen einfachen, aber nicht hippen Begriffen können Kunden wenigstens etwas anfangen. Und wie sagte Moliere doch so treffend: „Wer so spricht, dass er verstanden wird, spricht immer gut.“

In diesem Sinne, ich muss los – VHS-Kurs Spanisch. Soll ja das neue Englisch sein….

Autorin: Michael Scheidel / Fotolia: coloures pic