Musik am Arbeitsplatz: Kreativitätskick oder nerviges Gedudel?

Der eine haut beim kernigen Rock-Song kräftig in die PC-Tastatur, während die Stimme der Kollegin zum aktuellen Schlager glockenklar durchs gesamte Büro schallt. Musik am Arbeitsplatz kann beflügeln aber auch höllisch nerven. Ja, ist sie denn überhaupt erlaubt? Laut Bundesarbeitsgericht sind Radios am Arbeitsplatz grundsätzlich nicht verboten – so lange sich die Kollegen nicht gestört fühlen. Sollte dies so sein, kann der Arbeitgeber den Stecker ziehen. Natürlich auch dann, wenn die Musik so sehr ablenkt, dass es zu Fehlern bei der Arbeit kommt.

Damit das nicht passiert, entscheidet man sich am besten für leise und dezente Klänge. Dann, so Studien, kann Musik sogar die Konzentration erheblich steigern.  Vor allem unsere Lieblingsmusik sorgt dafür, dass wir konzentrierter und effektiver arbeiten – sagen die Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut in Leipzig.

Aber der musikalische Genuss am Arbeitsplatz birgt natürlich auch Konfliktpotenzial. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und das gilt auch oder gerade besonders bei der Song-Auswahl. Als Entscheidungshilfe kann hier wie so oft die Wissenschaft zu Rate gezogen werden. Zwei Amerikaner fanden nämlich heraus, dass je nach Art der zu erledigenden Aufgaben, unterschiedliche Musikstile empfehlenswert sind. Bei konzentrierten Arbeiten läuft es am besten mit klassischer oder instrumentaler Musik. Sind die Tätigkeiten einfach gestrickt, dürfen die Lieder auch einen Text haben. Grundsätzlich werden Popsongs, Sommerhits und alles, was musikalisch für gute Laune sorgt, empfohlen. Können sich die Kollegen gar nicht einigen, gibt es ja zum Glück auch noch Kopfhörer – und den Aus-Knopf am Radio.

Autor: Ariane Schmidt-Böckeler; Fotolia

Musik am Arbeitsplatz: Kreativitätskick oder nerviges Gedudel?

Der eine haut beim kernigen Rock-Song kräftig in die PC-Tastatur, während die Stimme der Kollegin zum aktuellen Schlager glockenklar durchs gesamte Büro schallt. Musik am Arbeitsplatz kann beflügeln aber auch höllisch nerven. Ja, ist sie denn überhaupt erlaubt? Laut Bundesarbeitsgericht sind Radios am Arbeitsplatz grundsätzlich nicht verboten – so lange sich die Kollegen nicht gestört fühlen. Sollte dies so sein, kann der Arbeitgeber den Stecker ziehen. Natürlich auch dann, wenn die Musik so sehr ablenkt, dass es zu Fehlern bei der Arbeit kommt.

Damit das nicht passiert, entscheidet man sich am besten für leise und dezente Klänge. Dann, so Studien, kann Musik sogar die Konzentration erheblich steigern.  Vor allem unsere Lieblingsmusik sorgt dafür, dass wir konzentrierter und effektiver arbeiten – sagen die Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut in Leipzig.

Aber der musikalische Genuss am Arbeitsplatz birgt natürlich auch Konfliktpotenzial. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und das gilt auch oder gerade besonders bei der Song-Auswahl. Als Entscheidungshilfe kann hier wie so oft die Wissenschaft zu Rate gezogen werden. Zwei Amerikaner fanden nämlich heraus, dass je nach Art der zu erledigenden Aufgaben, unterschiedliche Musikstile empfehlenswert sind. Bei konzentrierten Arbeiten läuft es am besten mit klassischer oder instrumentaler Musik. Sind die Tätigkeiten einfach gestrickt, dürfen die Lieder auch einen Text haben. Grundsätzlich werden Popsongs, Sommerhits und alles, was musikalisch für gute Laune sorgt, empfohlen. Können sich die Kollegen gar nicht einigen, gibt es ja zum Glück auch noch Kopfhörer – und den Aus-Knopf am Radio.

Autor: Ariane Schmidt-Böckeler ; Fotolia

Drive Time: acht von zehn Fahrern hören im Auto Radio

Autobahn

Radio und Autofahren gehören zusammen. Das zeigt einmal mehr eine aktuelle Umfrage des Webradio-Aggregators „Radioplayer UK“ unter Autobesitzern in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Demnach hören 84 Prozent der Autofahrer „meistens“ oder sogar „immer“ Radio in ihrem Fahrzeug, 69 Prozent würden auf keinen Fall auf ein Radio verzichten. Selbst beim Kauf eines Neuwagens ist das Radio ein eindeutiges Muss: Acht von zehn Befragten würden sich niemals ein Auto ohne zulegen.

Auffällig dabei: Die Umfrageergebnisse unterscheiden sich kaum in den unterschiedlichen Altersklassen und sind auch unabhängig vom Geschlecht der Befragten und dem Autotyp, den sie fahren. Einigkeit herrscht auch bei den Kosten: 90 Prozent sind der Meinung, dass die Nutzung des Autoradios grundsätzlich kostenlos sein sollte.

Interessant ist in dem Zusammenhang auch eine österreichische Studie aus dem vergangenen Jahr. Demnach ist Pop nicht nur die beliebteste Musikrichtung im Auto, sondern auch diejenige, die laut Studie den positivsten Einfluss aufs Fahrverhalten habe. Für diese Schlussfolgerung nahm ein Musik-Wissenschaftler zehn Studien der vergangenen 30 Jahre unter die Lupe, die sich mit Musik als Begleitung zu verschiedenen Tätigkeiten beschäftigen. Und er erstellte auch gleichzeitig eine Top 10-Liste der vermeintlich besten englischsprachigen Autofahrer-Hits aus dem Jahr 2015. Neben Hozier auf Platz 1 sind dort auch Ed Sheeran, Ellie Goulding, One Direction und Conchita Wurst zu finden.

Autor: Michael Scheidel; Foto: Fotolia – lassedesignen

AC, UC, AOR – Was die verschiedenen Radioformate bedeuten

Format-Radio

AC, CHR, AO oder auch UC – diese Abkürzungen stehen für die verschiedenen Hörfunkformate, über die sich die Radiosender zu einem großen Teil definieren. Denn sie bestimmen natürlich den Musikstil, aber auch den Wortanteil, die Bandbreite der Themen und auch die Art der Präsentation. Wir wollen die häufigsten Formate kurz vorstellen.

Adult Contemporary – AC:

AC ist das wohl am weitesten verbreitete Format. Zielgruppe sind die 24- bis 49-jährigen Hörer. Musikalisch wird ein Mix aus aktuellen Hits und denen der letzten zwei Jahrzehnte gespielt, der den Geschmack der breiten Masse treffen soll. Der Wortanteil ist am Morgen etwas höher. Nachrichten wechseln sich mit aktuellen Themen (häufig auch regional geprägt) ab. In regelmäßigen Abständen finden zur Hörerbindung Promotions bzw. große Gewinnspielaktionen statt.

Urban Contemporary – UC:

Zielgruppe dieses Formats sind die 18- bis 34-Jährigen. Der Wortanteil ist relativ gering, auch Nachrichten spielen eine untergeordnete Rolle. Meldungen und News beziehen sich eher auf Titel und Interpreten der rhythmusorientierten Musik.

Contemporary Hit Radio – CHR:

Die 14- bis 29-jährigen Hörer sind die Kernzielgruppe dieses Formats. Dementsprechend werden auch hauptsächlich aktuelle, schnellere Musiktitel gespielt, die in der Regel nicht älter als sechs Jahre alt sind. Daraus ergibt sich eine eingeschränkte Playlist und eine schnelle Rotation der Titel. Sehr aktuelle Hits werden oft schon nach 90 Minuten wiederholt. Die Moderationen sind meist knapp und mit viel Witz gestaltet, außerdem finden häufig Gewinnspiele statt, um die junge Hörerschaft an den Sender zu binden.

Album Oriented Rock – AOR:

AOR findet man in Deutschland etwas seltener. Der Musikstil orientiert sich an Rockbands, die teilweise auch weniger bekannt sind. Die Hörer sind vorwiegend männlich und zwischen 18 und 45 Jahre alt. Da bei AOR-Sendern die Musik im Vordergrund steht, ist der Wortanteil geringer und Nachrichten spielen eine untergeordnete Rolle.

Middle of the Road – MOR:

Dieses Format richtet sich an die 35- bis 55-jährigen Hörer. Grundsätzlich wird ein breites Massenpublikum angesprochen, einzelne Sendungen können sich aber an eine spezielle Zielgruppe (z.B. Kinder) richten. Auch musikalisch richtet sich man sich eher an die Masse, weshalb weder brandaktuelle noch alte Hits gespielt werden, möglichst harmonisch und melodiös. MOR-Sender haben einen hohen Wortanteil mit informativem Charakter. Gewinnspiele und Promotionen sind selten.

Oldies/Gold:

Oldie-Sender sprechen in erster Linie die über 40-jährigen Hörer an. Es werden fast ausschließlich Oldies und Evergreens bis zu den 70er Jahren gespielt, sowohl national als auch international. Die Moderationen sind eher ruhig.

Melodie-Schlager:

Der Name ist Programm, da der Musikmix aus vorwiegend deutschen, melodiebetonten Schlagern und volkstümlicher Musik besteht. Zielgruppe sind die 30- bis 59-Jährigen. Gewinnspiele und große Promo-Aktionen sind häufig.

Infos/News:

Der Fokus liegt bei diesem Format auf den aktuellen Nachrichten, die in schneller Rotation gesendet werden. News- bzw. Info-Sender richten sich an sehr interessierte Hörer zwischen 25 und 50 Jahren. Promotionen finden häufig statt.

Autorin: Iris Mohr

Foto: Fotolia Oleksiy Mark