Projektbeispiel: Mehrwert im Radio – Hören Sie unsere Infospots auf Radio NRW

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Stau, Parkplatzsuche, Knöllchen: Wer mit dem Auto in die Stadt fährt, schiebt zurzeit Frust. Aber gibt es eine Alternative? Und was mache ich mit meiner kaputten Kaffeemaschine? Muss es ein neues Handy sein, wenn der Akku streikt? Ach ja, und kann ich beim Einkaufen im Supermarkt eigentlich das Klima schützen?

Diese Fragen beantwortet die Kampagne MehrWert NRW der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Wir haben dazu sechs Infospots und Infomercials redaktionell erarbeitet und produziert.

Zu hören sind die Spots bis Ende des Jahres bei Radio NRW mit 45 angeschlossenen Lokalsendern. Hier eine Kostprobe:

 

Autor: Michael Scheidel; Fotolia

Frohe Weihnachten!

Weihnachtskarten

Hinter uns liegt ein weiteres Jahr mit unserem Blog SoundFacts. Eine gute Gelegenheit, um wie im Vorjahr noch einmal zurückzuschauen, welche Themen uns dieses Jahr beschäftigt haben. Auch wenn das Hauptaugenmerk des Blogs natürlich grundsätzlich weiter auf Radio-PR liegt, so war das Themenspektrum etwas weiter gefächert als im ersten Jahr.

Wir haben zum Beispiel einen Blick auf andere PR-Blogs geworfen, das Wachstum von Webradios beleuchtet und auch das Thema Social Media spielte eine Rolle. Aber auch Dinge, die uns immer wieder bei der Durchführung unserer Projekte beschäftigen, spiegeln sich selbstverständlich in vielen Artikeln wider, beispielsweise bei der Frage, ob Prominente die Ausstrahlungsquote eines Beitrages erhöhen, wie ein Interview am sinnvollsten  entwickelt wird und wie wichtig die Glaubwürdigkeit der Experten im Radio ist. Auf großes Interesse ist vor allem der Radio-PR Themencheck gestoßen, ein Tool zur Prüfung eines redaktionellen Themas, das in Kooperation mit dem Berliner Kommunikationsbüro Big Bang & Whisper entwickelt wurde.

Wir freuen uns über unsere weiterhin wachsende Leserschaft! Das bestätigt uns, dass wir mit unseren Themen richtig liegen. Zunächst gehen wir in eine kurze Weihnachtspause. Im neuen Jahr dürfen Sie dann auf weitere Artikel rund um das Thema Radio-PR gespannt sein.

Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2016!

Ihr Team von SoundFacts

O-Ton-Service oder BMO: Was passt wann am besten?

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O-Töne gehören in jeden Radiobeitrag: Das ist klar! Aber gibt es Themen, wo die Redakteure lieber auf einzelne O-Töne (O-Ton-Service) statt auf den fertig produzierten Hörfunkbeitrag mit O-Tönen (BMO) zurückgreifen?

Nun, eine feste, in Stein gemeißelte Regel dafür gibt es nicht, aber meiner Ansicht nach gibt es einige Anhaltspunkte, die eher für das eine oder andere sprechen.

Der O-Ton-Service wird z.B. bevorzugt genutzt, wenn …

– das Thema ins Tagesgeschehen passt und z.B. von einer Pressekonferenz, einer Messe oder einem Kongress berichtet wird. Hier kommt es auf Schnelligkeit an, denn mitunter sind die O-Töne für den Redakteur nur am gleichen bzw. evtl. noch für den darauffolgenden Tag interessant.

– die O-Töne auch für die Nachrichten relevant sein können.

– es sich z.B. um wirtschaftspolitische Inhalte handelt, die in der Diskussion sind.

– sich zu dem Thema z.B. ein regionaler Bezug zu einem bestimmten Sendegebiet herstellen lässt. Dann genießt der O-Ton-Service Exklusivität und hat eine hohe Chance auf Aus­strahlung.

– Ebenfalls wichtig aus meiner Sicht: Die O-Töne müssen in das Format des Senders passen und dürfen bestimmte Längen nicht überschreiten. Man sollte deshalb nicht mehr als 20-25 Sekunden brauchen, um auf den Punkt zu kommen. In der Kürze liegt die Würze, gerade beim Radio.

Und wann kommt der Beitrag mit O-Tönen (BMO) zum Zug?

– Wenn es sich um ein eher zeitloses Thema handelt, dass aber natürlich auch einen guten „Aufhänger“ haben muss. Zeitlos heißt hier nur, dass seine Ausstrahlung eben nicht vom Tages­geschehen oder einem bestimmten Stichtag (Gerichtsurteil, Gesetzesänderung etc.) abhängig ist.

– Besonders Ratgeber-Geschichten mit einem informativen Mehrwert für den Verbraucher z.B. aus den Bereichen Finanzen, Gesundheit, Technik, Lifestyle, Reisen und mehr eignen sich gut für den BMO.

– Lässt sich die Story mit einer Straßenumfrage (Voxpops) oder auch mit mehreren O-Ton-Gebern innerhalb eines Hörfunkbeitrages umsetzen, kann dies ein weiterer Aspekt für den gebauten Radiobeitrag mit O-Tönen sein.

– Und was für den O-Ton-Service gilt, gilt auch für den BMO. Man muss sich zwingend an die Formate der Sender anpassen. Sind sie länger als zwei Minuten (optimal ist 1’30), enthalten sie aufgezeichnete Telefon-O-Töne oder aber berücksichtigen sie nicht die spezielle redak­tionelle Tonalität des Rundfunks, haben sie nur sehr geringe Aussichten auf Erfolg – so meine Erfahrung.

Autor: Michael Scheidel

Interviewservice: Der direkt Draht in die Redaktionen

Interviewservice

Brandaktuelle Studienergebnisse, ein personeller Wechsel bei einem Dax-Unternehmen oder die Rückrufaktion eines Herstellers. Wichtige Neuigkeiten erfordern vor allem eins: Geschwindigkeit. Und die ist beim so genannten Interviewservice gegeben – einer Hörfunk-PR-Maßnahme, die sich ausschließlich für aktuelle, informationsintensive und gerne auch kritische Themen eignet.

Beim Interviewservice tritt der Absender der News – also in der Regel ein Gesprächspartner von Unternehmens- oder Verbandsseite – in den direkten Dialog mit den Radioredakteuren. Das heißt, der Redakteur führt per Telefon ein Interview, das dann entweder live oder zeitversetzt über den Äther geht. Um eine große Öffentlichkeit zu erreichen, werden mehrere solcher Interviews mit reichweitenstarken Sendern durchgeführt.

Die Vermittlung der Interviews kann über eine Hörfunk-Agentur erfolgen. Professionelle Agenturen haben einen engen Kontakt in die Redaktionen. Für sie ist es kein Problem, bis zu zehn Interviews an einem Tag zu vereinbaren. Dazu erstellt die Agentur einen kurzen Anreißer mit den wichtigsten Infos und bietet das Thema telefonisch den Radiostationen an. Hat der Sender Interesse, wird eine feste Uhrzeit vereinbart, zu der das Interview stattfindet. Am Ende des Tages steht dann ein fester Zeitplan, nach dem – z.B. im Viertelstunden-Takt – die Interviews in die unterschiedlichen Funkhäuser geschaltet werden.

Da der Redakteur selbst das Interview führen kann, ist der Interviewservice ein Angebot, auf das auch öffentlich-rechtliche-Sender gerne zurückgreifen. Neben der langen Sendezeit ist das ein absoluter Vorteil dieses Hörfunk-Formats. Voraussetzung ist allerdings, dass es ein aktuelles/saisonales Thema gibt, über das es zu berichten lohnt und einen Experten, der medienerfahren ist und professionell und punktgenau das Interview mit dem Radioredakteur meistert.

Mögliche Themenaufhänger sind:

  • Aktuelle Ergebnisse einer Umfrage oder Studie
  • Saisonale Themen wie Reise-oder Allergiezeit
  • Änderungen bei verbraucherrelevanten Themen wie neue EU-Urteile, Gesetzesänderungen
  • bestimmte Ereignisse wie Unwetter (Stichwort: Versicherungsschutz)
  • neue Produkte mit Alleinstellungsmerkmal

Wenn Thema und Gesprächspartner passen, dann ist der Interviewservice das Format, das große Reichweiten und eine lange Sendezeit vereint. Und das darüber hinaus die Möglichkeit bietet, sich als kompetenter Experte bei den Radio-Redaktionen zu etablieren.

Autor: Michael Scheidel

Radio-PR: Nehme ich den Marktführer oder doch lieber die Nummer 1?

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Sie haben ein interessantes Thema, das Sie gerne auch im Radio spielen möchten? Dann sollte der nächste Schritt sein, sich an eine kompetente Hörfunk-Agentur zu wenden. Aber wie findet man die? Und woher weiß man, dass am Ende auch das Ergebnis stimmt? „Marktführer“ und die „Nummer eins der Branche“ ist selbstverständlich jeder. Deshalb gibt es hier einige Tipps, worauf Unternehmen bei der Agenturauswahl unserer Ansicht nach achten sollten.

Aus Unternehmenssicht entscheidet in der Regel der Preis, welche Agentur das Projekt umsetzen wird. Aber eines vorweg: Überprüfen und vergleichen Sie, was Sie dafür auch bekommen (und auch, was Sie nicht bekommen)! Legen Sie vor allem Wert auf eine ausführliche Beratung! Nur so können Sie auch von der Erfahrung der Agentur profitieren. Lassen Sie Ihr Thema realistisch einschätzen, denn das ist einer der wichtigsten Faktoren: Wenn das Thema nicht passt, wird es auch nicht gesendet!

Das gilt auch für die verschiedenen Formate. Womöglich eignet sich Ihr Produkt oder Ihre Veranstaltung nicht für einen klassischen Hörfunkbeitrag. Eine professionelle Agentur wird Ihnen die Unterschiede sowie die Vor- und Nachteile erklären und Ihnen unter Umständen auch von einem Format oder Thema abraten, dafür aber einen neuen Umsetzungsvorschlag machen. Grundsätzlich sollten Sie auf einen guten Mix achten. Nicht die Masse ist wichtig, sondern die Vielfalt. Können die wichtigen Aspekte in einem klassischen Beitrag wirklich untergebracht werden? Sollte vielleicht der Experte direkt in den Dialog mit den Radiosendern treten? Oder macht doch eher eine Meldung Sinn? Eine kompetente Agentur wird Ihnen diese Fragen beantworten.

Abgesehen von einem guten Thema sollte der Beitrag natürlich auch formatgerecht umgesetzt werden. Das heißt: Der Beitrag sollte eine Länge von 1´45 min nicht überschreiten (An- und Abmoderation nicht mit eingerechnet), besser sind 1´30 min. Ein Stück, das länger als zwei Minuten ist, hat fast keine Chance auf Ausstrahlung. Formatgerecht bedeutet aber auch, dass keine Telefon-O-Töne verwendet werden. Die Akzeptanz in gebauten Beiträgen ist bei den Sendern sehr gering. Schnell zum Hörer greifen und ein Interview führen und aufzeichnen können die Redakteure schließlich selbst. Deshalb sollten Sie an dieser Stelle nicht sparen, sondern auf saubere und sendefähige Face-To-Face-Töne Wert legen.

Schließlich sollten Sie sich die Frage stellen, wie Ihr Material zu den Sendern gelangt. Entscheidend ist dabei unserer Ansicht nach der persönliche Kontakt zu den Redaktionen. Eine Ankündigung Ihres Beitrages per E-Mail-Newsletter, die Veröffentlichung auf Online-Portalen ist natürlich gut, aber in erster Linie digitale Fleißarbeit und kein Gradmesser für den Erfolg der Radio-PR-Maßnahme. Das A und O ist die telefonische Ansprache des Redakteurs oder der Redakteurin, um das Thema direkt vorzustellen. Auf diese Weise können auch direkt Nachfragen beantwortet und womöglich zusätzliche O-Töne oder Materialien wie Videos etc. vermittelt werden. Letztendlich ist für den Sender nicht entscheidend, welcher Marke der Absender angehört (beispielsweise einer Nachrichtenagentur), sondern ob das Thema, die redaktionelle sowie die technische Umsetzung des Materials einwandfrei ist und somit ins Programm passt.

Autorin: Iris Mohr

Der Hörfunkbeitrag: Wie ein BmO aussehen sollte!

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Der gebaute Beitrag oder auch BmO (Beitrag mit O-Tönen) ist einer der wichtigsten journalistischen Formen im Radio. Mit einem Beitrag können Informationen transportiert, verschiedene Standpunkte aufgezeigt, Zusammenhänge erklärt oder eine Geschichte erzählt werden. Aber wie sieht ein guter Beitrag eigentlich aus?

Alles beginnt mit einer knackigen Anmoderation. Sie muss den Hörer packen und seine Aufmerksamkeit auf das Thema des Beitrags lenken. Das heißt, der Redakteur muss schon zu Beginn eine Situation erschaffen, mit der der Hörer sich identifizieren oder sich zumindest hineinversetzen kann, sei es zum Beispiel durch einen zeitlichen oder saisonalen Aufhänger oder einige Fragen, die am Anfang der Anmoderation gestellt werden. Wichtig ist, dass der Hörer weiß, was ihn im Beitrag erwartet.

Nach der Anmoderation werden im Beitrag selbst kurze Moderationen und O-Töne miteinander kombiniert, in der Regel in einem Verhältnis von 50:50 oder 40:60. Für die O-Töne gilt: keine Telefon-O-Töne. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Qualität der O-Töne ein entscheidender Faktor für die Ausstrahlung eines Beitrags ist. Und qualitativ hochwertige O-Töne entstehen nur dann, wenn das Interview mit dem Experten face-2-face geführt wird. Ausnahmen sind Interviews, die wegen eines brandaktuellen Themas sofort gesendet werden sollen.

Monologe und zu lange Ausführungen sind in einem BmO fehl am Platz. Die Interviewpassagen sollten die Kernaussagen und die wichtigsten Standpunkte enthalten. Und das führt zu einem weiteren wichtigen Kriterium eines guten Beitrags: die richtige Länge. Beiträge die länger als zwei Minuten sind, haben im Prinzip keine Chance auf Ausstrahlung. Im privaten Rundfunk sind 90 bis 100 Sekunden ideal. Das klingt wenig, reicht aber aus, um die entscheidenden Infos zu kommunizieren.

Am Ende des Beitrags steht meist eine kurze Abmoderation, die ebenfalls vom Moderator gelesen wird. Wie schon bei der Anmoderation gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Beitrag für den Hörer abzurunden. Der Redakteur kann die entscheidenden Punkte noch einmal zusammenfassen oder zusätzliche Informationsmöglichkeiten wie beispielsweise eine Internetseite nennen.

Ein zusätzlicher Baustein, der einen Beitrag aufwerten und vor allem auflockern kann, ist die Straßenumfrage, die so genannte Vox pop. Dabei werden Passanten zum Thema des Beitrages befragt und die aufgezeichneten Antworten werden in einer Collage zusammengeschnitten. Auch Musik oder Geräusche (die Atmo) sind in einem BmO möglich und können helfen, beim Hörer eine bestimmte Stimmung zu erzeugen. Aber dabei gilt: Weniger ist mehr. Der Hörer soll durch Musik oder Atmo nicht irritiert oder abgelenkt werden. Außerdem mutiert ein Beitrag, der mit einer großen Geräuschkulisse oder vielen Musikstücken überfrachtet ist, sonst schnell zum Hörspiel.

Fazit: Ein qualitativ hochwertiger Beitrag entsteht nicht in ein paar Minuten. Er muss durchdacht sein, schlüssig, einfach „rund“. Nur so wird sich der Hörer auch an das Thema erinnern.

Autorin: Iris Mohr