Veranstaltungstipp: Die Lokalrundfunktage in Nürnberg

lokalrundfunktage

Haben Sie Anfang Juli schon was vor? Wenn nicht, sollten Sie vielleicht einen Ausflug nach Nürnberg einplanen. Denn am 5. und 6. Juli finden dort die Lokalrundfunktage statt. Seit über 20 Jahren ist die Veranstaltung der Branchentreff für das Fachpublikum aus Radio und Fernsehen.

In diesem Jahr stehe vor allem Frage wie „Was macht den lokalen Rundfunk zur starken lokalen Medienmarke?“, „Wie nutzen Hörer und Zuseher die Inhalte ihrer Sender außerhalb des Livebetriebs?“, „Was können lokale Medien von Markenunternehmen lernen?“ oder „Was bringen neue Tools wie Snapchat oder Facebook Live?“ im Vordergrund. Über 60 nationale und internationale Referenten wollen an diesen zwei Tagen Antworten auf diese Fragen finden.

Die Anmeldung erfolgt ganz einfach online unter http://lokalrundfunktage.de/anmeldung/, für Kurzentschlossene gibt es auch Last-Minute-Tickets.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Screenshot lokalrundfunktage.de

Sommerloch? Warum Radio-PR gerade jetzt eine coole Idee ist!

Schild Sommerloch

  • Durch die unterschiedlichen Ferien­zeiten in den Bundesländern hat sich das Sommerloch ein wenig entzerrt. Aber klar ist auch, dass die Redaktionen in der Urlaubszeit durchweg dünner besetzt sind und es mitunter an zugkräftigen Storys fehlt.
  • Die Betonung liegt auf „zugkräftig“. Unserer Erfahrung nach finden natürlich auch im Sommer nur gute Ge­schichten ihren Platz! Doch die Chance aufgrund des Themenmangels gerade jetzt ins Rampenlicht zu rücken, ist deutlich höher als sonst.
  • Im Trend sind zurzeit naturgemäß interessante Beiträge über Grill,- Koch,- Garten- und Urlaubstipps jeglicher Art, die den Verbrauchern/Hörern einen informativen Mehrwert bieten.

Fünf praktische Radio-Beispiele:

Coole Eis-Ideen – Eine Expertin gibt Tipps, wie sich ohne Eismaschine leckeres selbst­gemachtes Speiseeis herstellen lässt, und zwar zu großen Sportereignissen wie z.B. einer Fußball-EM oder den Olympischen Spielen in den landestypischen Farben

An heißen Tagen lecker und gesund trinken – Erfrischungstees mit kaltem Wasser sind eine gute Alternative

Familienurlaub: Die ganze Welt in einem Land. Was das auf 60 Millionen Steinen gebaute LEGOLAND Billund an neuen Attraktionen zu bieten hat

WM-Grillen – Grillprofi Karsten Aschenbrandt mit köstlichen tiefgekühlten kulinarischen Antworten auf den überraschenden Besuch hungriger WM-Gäste

Mit Plastikgeld auf Reisen – immer flüssig auch ohne Bargeld

Neben diesen „Klassikern“ gab es in der Vergangenheit immer wieder auch kuriose Sommerloch-Themen. Skurille Tierstorys, übernatürliche Erscheinungen und vieles mehr. Zum Schmunzeln hier eine kleine Auswahl:

Was Deutschland bewegte … Sommerloch-Themen aus der Vergangen­heit!

1975: Die Legende um das Ungeheuer von Loch Ness. Loch Ness soll angeblich ein entflohener Elefant aus einem nahegelegenen Zirkus gewesen sein.

1982: „Chopper“ macht in der Zahnarztpraxis von Kurt Bachseitz (Neutraubling) einer Zahnarzthelferin immer wieder obszöne Angebote. Chopper ist angeblich ein Gespenst, dessen Stimme aus den Waschbecken und sanitären Einrichtungen der Praxis ertönte. Der Zahnarzt erstattete Anzeige und nach nur zehn Monaten konnte eine Sonderkommission der  Kriminal­polizei den Schwindel aufdecken. Natürlich hatte auch der Zahnarzt seine Finger im Spiel.

1994: In Dormagen entwischt ein Krokodil seinem Besitzer. Das „riesige“ Reptil, das die Besucher eines Baggersees in Aufregung versetzt, entpuppt sich als Kaiman „Sammy“, der ganze 80 Zentimeter misst.

2000: Das „Moorhuhn“ macht in deutschen Büros die Runde. Millionen Arbeitnehmer spielen während der Arbeitszeit das Computerspiel und lassen an den Vögeln kein Haar mehr dran. Und die Arbeitgeber klagen über die Arbeitsmoral ihrer Angestellten.

2001: Kuno, der Killer-Wels. Er soll in Mönchengladbach einen Dackelwelpen verschlungen haben.

2006: Braunbär Bruno treibt an der deutsch-österreichischen Grenze sein Unwesen. Er wurde zum Abschuss freigegeben.

2009: Ulla Schmidt (SPD/Bundesgesundheitsministerin) bekommt Ärger, weil sie ihren Fahrer zu ihrem Spanien-Urlaub mehr als 2.500 Kilometer nachfahren lässt.

2013: Und wieder versetzt ein vermeintlicher Alligator Deutschland in Angst und Schrecken. Dieses Mal ist es die Schildkröte Lotti, die einen kleinen Jungen aus dem Allgäu beim Baden gebissen haben soll. Badeseen werden gesperrt, Weiher trockengelegt. Aufzufinden war Lotti nie.

Autor: Michael Scheidel / Foto: Fotolia sg-design

Jobs im Sender: wasmitradio.de

wasmitradio

Ein Radiosender bietet weit mehr Berufsmöglichkeiten als nur die des Moderators. Welche das genau sind, darüber möchte die Initiative „was mit radio“ aufklären. Das Projekt wurde von den Radio-Trainerinnen Yvonne Malak und Marina Riester ins Leben gerufen, beide Mitglied der Grimme-Jury für den Deutschen Radiopreis, die junge Leute für Radioberufe begeistern möchten.

Was macht zum Beispiel der Morgenshow-Anchor? Was muss man als Comedy-Autorin mitbringen? Was als Producer? Und welche Aufgaben hat eine Social-Media-Redakteurin bei einem Sender? Die wichtigsten Infos plus Videos von Radiomitarbeitern, die diese Berufe ausführen, gibt es auf der Webseite www.wasmitradio.de. Außerdem wird erklärt, welche Voraussetzungen nötig sind, wie die Ausbildung aussieht, was man verdienen kann und welche Karrierechancen es gibt.

Als Partner stehen der Initiative alle privaten Radiostationen in Sachsen, die Radiozentrale, die Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle, die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien und radiowoche.de zur Seite. Übrigens: Am 28.06.2016 findet in Leipzig und Dresden der erste Radio Casting Day statt. An diesem Tag können Schüler, Studierende oder Auszubildende an Workshops teilnehmen, alles über die Radioberufe erfahren und mit Moderatoren, Produzenten oder Redakteuren sprechen. Interessierte können sich über ein Online-Formular einfach auf der Webseite anmelden.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Screenshot wasmitradio.de

In eigener Sache: Monatlicher Podcast mit PR-Journal

PR-Journal

Für viele Branchen-Kenner steht am Dienstagmorgen zuallererst die Lektüre des PR-Journal-Newsletters an. Meldungen aus Agenturen und Unternehmen, Personalien, Etatgewinne und Termine gibt es auf einen Blick – und ab sofort auch als Rückblick zum Anhören. Wir freuen uns, dass wir das PR-Journal bei einem monatlichen Podcast unterstützen dürfen, der die wichtigsten Themen des vergangenen Monats zusammenfasst. Wer es zum Beispiel nicht geschafft hat, die Artikel ausführlich zu lesen, kann sich den Podcast einfach unterwegs oder am Rechner unter www.pr-journal.de anhören. Außerdem kann jeder, der möchte, eine Kompaktversion per WhatsApp erhalten. Und hier geht’s direkt zum Podcast.

Autorin: Iris Mohr; Foto: www.pr-journal.de

Viertausendhertz: Das erste Label für Podcasts

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Hören Sie eigentlich gerne Podcasts? Ich persönlich mag dieses Format sehr gerne. Ich würde mich (nicht nur berufsbedingt) doch als sehr „audioaffin“ bezeichnen. Ich bin zum Beispiel begeisterte Hörbuch-Hörerin. Und auch Podcasts haben meiner Meinung nach viele Vorteile. Zum einen kann ich mir genau das „Programm“ herunterladen, das mich interessiert. Gleichzeitig entdeckt man auch immer wieder echte Überraschungseier. Des Weiteren kann ich mir die Folgen anhören, wann ich möchte und Zeit habe. Und anders als beim Radio – dem klassischen Nebenbei-Medium – ist es bei einem Podcast doch ein intensiveres Hinhören. Gerade wenn ich unterwegs bin und eine gewisse Wartezeit zu überbrücken habe, sind die Podcasts auf meinem Smartphone ein idealer Zeitvertreib. Was mir außerdem gut daran gefällt: Man kann es hören, wenn Begeisterung dahinter steckt.

Diese Begeisterung für Podcasts haben zum Beispiel auch die Gründer des ersten deutschen Podcastlabels Viertausendhertz. Bereits Anfang des Jahres schlossen sich Marie Dippold, Hendrik Efert, Christian Grasse und Nicolas Semak zusammen und riefen die Podcast-Plattform ins Leben. Die Produktionen sollen „Spannung, Information und Unterhaltung mit inspirierendem Sound“ bieten. Das heißt, es dürfen und sollen die Möglichkeiten, die Audio bietet, auch genutzt werden – mit Klängen, Stimmen und Geräuschen. Die ersten Werke stammen hauptsächlich aus den Federn der Gründer, wie zum Beispiel der „Kiezrekorder“ von Nicolas Semak, der Menschen aus der Stadt, die „Helden des Alltags“ interviewt. Begleitet wird der Podcast von Fotografien von Christoph Michael. Ganz anders stellt sich „Nur ein Versuch“ von Hendrik Efert dar, der sich im Klarträumen versucht und in dieser Audioreihe davon berichtet. Wer selbst einen Podcast auf der Plattform veröffentlichen möchte, kann sich an das Viertausendhertz-Team wenden.

Und wie finanziert man so etwas? Durch Sponsoring. Am Anfang und am Ende eines Podcasts ertönt daher ein Werbehinweis. Alle Podcasts können aber kostenlos angehört werden. Das ist entweder auf der Webseite selbst möglich oder über Soundcloud oder man abonniert sie mittels Podcatcher und sie landen direkt auf dem Smartphone oder Tablet.

Autorin: Iris Mohr; Foto: RadioOffice

Projektbeispiel: Game for Good – Spielen gegen das Vergessen

Heute möchten wir eines unserer aktuellen Projekte vorstellen – nicht nur um zu zeigen, wie der klassische gebaute Beitrag aussehen kann, sondern auch weil wir das Thema und die Idee einfach großartig finden. Es geht um das Spiel „Sea Hero Quest“, das von Experten aus Telekommunikation, Gaming und Medizin entwickelt wurde, um die Demenz-Forschung voranzutreiben. Das Prinzip: Jeder, der sich die App herunterlädt und das Spiel spielt, liefert Daten zum Orientierungsverhalten. Diese Daten können dann für die Erforschung der Demenz genutzt werden. Bisher fehlte es in diesem Bereich an Studien mit vielen Probanden. Mit Hilfe des Spiels sollen in kurzer Zeit viele Teilnehmer gewonnen werden. Jeder, der mitmacht, hilft also dabei, die Demenz weiter zu erforschen, sodass früher eine Diagnose gestellt und mit einer entsprechenden Behandlung begonnen werden kann!

Das Spiel kann kostenlos im App Store und bei Google Play heruntergeladen werden. Alle weiteren Infos gibt es unter http://www.seaheroquest.com/.

Der Beitrag kann nach kostenloser Registrierung hier angehört werden.

Die 10 bekanntesten Radio- und Musik-Apps

Interaction hands using mobile apps, concept mobile apps

1/ Audials Radio Free hat eine der größten Radiodatenbanken mit regionalen Radiosendern in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie über 90.000 internationale Internetradios zum Hören und zum Aufnehmen anzubieten. Ganz neu sind weitere 100.000 Podcasts aus den Kategorien News, Infos, Gags und Entertainment!

iTunes / Google Play

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2/ Mit Radio.de kann man sich auf einen Klick über 10.000 Radiosender auf das iPad oder das Smartphone laden. Ganz nett ist auch, dass jedes Lied, welches gerade gespielt wird, angezeigt wird. Eine ganz gute Entscheidungshilfe, ob man den Sender gerade anwählen will. Ein wenig nervig ist nur der Werbespot am Anfang.

iTunes / Google Play 

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3/ Mit  RadioDeck hat man Zugriff auf über 1.000 Sender. Die App ist ebenfalls kostenlos und unter­stützt Airplay, was für iPhone oder iPad-Besitzer durchaus interessant sein kann. Radiodeck ist eine Weiterentwicklung der „Internet Radio Box“. Wen die Werbung am unteren Bildrand stört, der kann sie für 99 Cent pro Jahr (!) entfernen lassen.

iTunes / Google Play

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4/ XiiaLive ist eine sehr umfangreiche und kostenlose Radio-App mit 50.000 hörbaren Angeboten aus dem Netz.

iTunes / Google Play

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5/ TuneIn.  Ist mit mehr als 100.000 Sendern und 4 Millionen Podcasts eine der beliebtesten Apps mit der größten Auswahl an kostenlosen Radiosendern rund um die Themen Sport, Musik, Talk & Nachrichten aus der ganzen Welt. Natürlich auch nicht werbefrei.

iTunes / Google Play 

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6/ Phonostar. Mit dieser App kann man aus 20.000 Radiosendern auswählen. Ganz cool ist die Radio-Cloud. Das heißt, man kann damit bis zu zwei Stunden Sendungen aufnehmen ohne seinen eigenen Webspace unnötig zu belasten. Im Übrigen auch, wenn der Rechner aus ist!

iTunes / Google Play 

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7/ Der Radioplayer wurde erst 2014 von 15 deutschen Privatradios gegründet mit dem Ziel, dass Radio im Netz zu stärken. Nach eigenen Angaben kommt die Plattform jetzt auf über 600 Kanäle (nicht Sender). Mir persönlich gefällt radio.de besser, weil es viel umfassender ist. Aber das ist Geschmackssache.

iTunes / Google Play

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8/ Spotify. Wer auf keinen bestimmten Sender steht, für den kann Spotify eine Alternative sein. Kostet in der Basis-Version nix. Man wählt sich bestimmte Titel je nach Geschmack aus und Spotify passt sich mit der Zeit dann an die persönlichen musikalischen Vorlieben an.

iTunes / Google Play 

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9/ Apple Music. Ist nur die ersten drei Monate kostenlos. Funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie Spotify. Allerdings bietet Apple Music mit Beats 1 einen eigenen Internetsender an, der rund um die Uhr Musik und Interviews sendet.

iTunes / Google Play

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10 / SoundCloud ist ein Online-Musikplattform, auf der sich Künstler kostenlos präsentieren können. Jeder kann dort seine Audiodatei hochladen und nach Angaben von SoundCloud 175 Millionen Nutzern zur Verfügung stellen.  Recht neu ist SoundCloud Go: Ebenfalls ein Streaming-Dienst, der Abonnenten Zugriff auf mehr als 125 Millionen Songs verspricht. Zurzeit gibt es das Angebot nur in den USA für zehn Dollar im Monat (April 2016).

iTunes / Google Play

Die Reihenfolge der aufgeführten Radio- und Musik-Apps stellt keine Wertung dar. Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben.

Autor: Michael Scheidel / romas29 – Fotolia

Radio mit TV: Radio 21 startet Radio-Fernsehen

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Über eine Webcam einen Blick ins Studio werfen, Live-Streams von Veranstaltungen oder Bilder von Konzerten: Bei den meisten Sendern steht inzwischen nicht mehr nur „Hören“ auf dem Sendeplan. Die Sender-Webseiten und Social-Media-Kanäle werden rege genutzt, um dem Hörer auch was fürs Auge zu bieten. Das Sendernetzwerk aus Radio 21 und Rockland Radio geht jetzt einen Schritt weiter und hat das erste Radio-Fernsehen gestartet – derzeit noch in Testversion, ein Vollprogramm soll nach vier bis sechs Wochen folgen.

Das Prinzip des Radio-Fernsehens: Zum Audiosignal wird zusätzlich ein Videoprogramm ausgestrahlt, das passend zur laufenden Musik entsprechende Musikvideos sendet. Zusätzlich gibt es Ausschnitte aus dem Studio mit den Moderatoren und Interviewpartnern, Wetter-, Verkehrs- und andere Service-Nachrichten werden mit den passenden Bildmotiven unterlegt. Interessant für Unternehmen: Ergänzend zu den On-Air-Radiospots können in Zukunft auch TV-Spots auf diesem Kanal gesendet werden. Ein neuer Fernsehsender soll so aber nicht entstehen, sondern das Radioprogramm visualisiert werden, so Geschäftsführer Steffen Müller in der Pressemitteilung des Senders.

Wer einmal reinschauen und natürlich auch reinhören möchte: Hier geht’s zum Radio-Fernsehen.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Fotolia – jemastock

Hörtipp: Messages of Refugees – Geschichten von Flüchtlingen jetzt monatlich auf Sendung

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Geschichten über Flüchtlinge gibt es viele. Geschichten von Flüchtlingen, das ist die Idee hinter „Messages of Refugees – Flüchtlingsbotschaften“. Das Gemeinschaftsprojekt von Bayern 2/Zündfunk, den BR-Bildungsprojekten und dem Verein HPKJ (Heilpädagogisch-psychotherapeutische Kinder- und Jugendhilfe) gibt seit August letzten Jahres geflohenen Menschen die Möglichkeit, selbst über ihre Situation und Erlebnisse zu berichten. So können sich die Flüchtlinge in den Diskurs einbringen und gleichzeitig können wir die Menschen kennenlernen, die hinter den Geschichten stehen. Ab dem 1. April erhält dieses Projekt nun auch einen festen Sendeplatz im Bayerischen Rundfunk. Immer am ersten Freitag im Monat werden die Messages of Refugees ab 22.30 Uhr gesendet. Die Webradiostation Refugee Radio Network wird die Sendungen ebenfalls ausstrahlen.

Zusätzliche Infos zum Projekt und alle Geschichten zum Nachhören gibt es unter http://messages-of-refugees.de/.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Fotolia – krsmanovic

Radio im Supermarkt: Was bringt eigentlich Instore Radio?

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Haben Sie schon mal darauf geachtet, was im Supermarkt aus den Lautsprechern kommt? Sollten Sie, denn neben Aufrufen an die Kollegen, eine weitere Kasse zu öffnen oder den Pfandautomaten zu leeren, ertönt häufig ein eigens für das Geschäft konzipiertes „Radioprogramm“. Zu hören ist das zum Beispiel bei Rewe, Penny oder Edeka. Aber was steckt genau dahinter?

Zunächst ähnelt das sogenannte Instore Radio einem gängigen AC-Format. Es gibt (Mainstream-) Musik, Moderation, Nachrichten, Servicebeiträge und sogar Sportmeldungen. Produziert wird das Ganze von Anbietern, die entweder ganze Programmstrecken liefern oder zum Beispiel Werbespots für diese Sendungen anfertigen und vertreiben. Versprochen wird eine Reichweite von 13 Millionen Verbrauchern pro Tag. Das Ziel ist natürlich klar: Der Kunde soll direkt am Point of Sale eine Werbebotschaft bekommen und somit zum Kauf bewegt werden. Aber es soll noch mehr bieten.

Instore Radio soll „den Einkauf verschönern“ und „unterhalten“. Der österreichische Anbieter Radio Max spricht zum Beispiel von einem „entspannten Hörgenuss auf hohem Niveau“ und Marcus Haus, Bereichsleiter Marketing bei Rewe und Rewe Group, erklärt im Interview mit W&V, dass das Radioprogramm im Supermarkt den Einkauf entschleunigen soll. Soweit so gut. Für den eigentlichen Kunden – nämlich den Supermarkt selbst, der schlussendlich für das Radioprogramm bezahlt – gehören auch spezielle Infos ins Programm. Hinweise auf besondere  Angebote oder Aktionen sind Teil der Sendestrecken. Kombiniert werden kann dies wiederum mit redaktionellen Tipps fürs nächste Grillfest (welche Grillsoße ist die beste und zudem gerade noch im Angebot) oder den Frühjahrsputz (mit welchem Reiniger bekomme ich die Fenster wirklich sauber). In der Regel ist es auch möglich, die Aktion mit Werbeaufstellern im Markt zu kombinieren.

Eine weitere interessante Option, die das Instore Radio bietet: die direkte Kommunikation mit den Mitarbeitern oder deren Einbindung ins Programm. Der Anbieter Radio P.O.S. wirbt beispielsweise mit Corporate Content innerhalb des Programms. Das bedeutet, dass Maßnahmen, Slogans und Ähnliches zur Motivation eingebunden, Infos zur Ausbildung im Markt gegeben oder möglicherweise auch Mitarbeiter interviewt werden können.

Grundsätzlich ist ein solches Konzept natürlich nicht nur im Supermarkt denkbar, sondern generell in größeren Geschäften. Aber: Wichtig ist, dass die Zielgruppe im Auge behalten wird. Je vielfältiger diese ist, desto breiter aufgestellt sollte auch ein entsprechendes Instore Programm sein.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Fotolia – Matty Symons