Facebook testet Audio-Streaming

Wer in sozialen Netzwerken unterwegs ist, wird nicht abstreiten können, dass Fotos und Videos dort sehr prominent erscheinen. Kein Wunder, schließlich sorgt ein Bild für mehr Aufmerksamkeit beim Betrachter. Eher vernachlässigt wurde bislang der Audio-Bereich. Doch das soll sich nun ändern.

Wie Facebook in seinem Blog angekündigt hat, wird derzeit die „Live Audio“-Funktion unter anderem mit dem BBC und dem Buchverlag Harper Collins getestet. Die Idee: Wie beim Video-Pendant „Facebook Live“ sollen User künftig die Möglichkeit haben via App ihre Stimme, ein Podcast, eine Lesung oder Ähnliches direkt ins Netzwerk zu streamen. Die anderen Netzwerkmitglieder können mit Kommentaren oder Emojis direkt darauf reagieren.

Während früher Audio-Dateien direkt über Facebook geteilt werden konnten, ist heute nur der Weg über den Link einer externen Webseite möglich. Die Variante Audio-Inhalte live streamen zu können, bietet viele neue Optionen – nicht nur für Podcaster. Denkbar wäre auch, ausgewählte Radiosendungen live einzuspielen. Wie die technische Umsetzung aussehen wird, bleibt zunächst noch abzuwarten. Größer angelegte Tests für die Nutzer sind Anfang dieses Jahres geplant.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Fotolia – ra2studio

Der PR-Journal-Podcast: Rückblick für den Monat Dezember

Die folgenden Themen können Sie direkt anwählen:

  • Zum 80. Geburtstag von Manfred Piwinger: Quervernetzer und Kommunikationsmanager (1:04)
  • 60 Jahre Deutscher Presserat (1:38)
  • Edelman.ergo ein Jahr nach der Fusion (2.22)
  • Daimler AG holt Blogger Sascha Pallenberg in Unternehmenskommunikation (3:03)
  • Personalien: Krämer wechselt zu Audible, Hohenauer übernimmt Leitung von Hotwire PR (3:35)
  • Etats: Hill+Knowlton gewinnt Olympia-Etat, A&B One erhält Zuschlag für die Sozialwahl (4:00)
  • Agenturen: K1 feiert 25-jähriges Bestehen (4:37)
  • Autorenbeitrag: Heiko Burrack im Gespräch mit Tim von der Decken von Efficio (5:56)
  • „Wortfetzen“: Neue Nachwuchsserie zur Sprache in der PR (6:34)
  • Rückblick auf 2016: Interview mit Gerhard A. Pfeffer (7:02)

 

2016/2017: Was geht noch, was kommt?

Weihnachten mit HerzDie Post erhöhte das Porto, die Roaming-Gebühren wurden günstiger, die Krankenkassen­beiträge sind gestiegen, das Kindergeld und das BAföG wurden aufgestockt, an die IBAN mussten wir uns gewöhnen und so weiter. Die Liste ließe sich weiter fortführen. Das  Jahr 2016 brachte so einiges an Neuerungen und beileibe nicht alle waren erfreulich.

Und was hat sich für uns audioaffine Medienexperten geändert? Wie nehmen die Ver­braucher den Hörfunk wahr und gibt es Änderungen im Nutzungsverhalten? Hat das Radio den digitalen Wandel geschafft und können sich die Sender von der Informationsflut des World Wide Web abheben? Gerade der letzte Punkt war Anfang dieses Jahres auf unserem Blog ein Thema. Einige Antworten formulierte der Radioexperte Michael Mennicken in einem Kommentar auf dem Branchenportal Radioszene.de. Und tatsächlich haben sich in der Folge viele Artikel um den digitalen Wandel gedreht.

Antonius Nolden von Radio Bonn-Rhein/Sieg berichtete über WhatsApp als zusätzlichen Kommunikationskanal für die Radiosender in einem Gastbeitrag. Das Sendernetzwerk aus Radio 21 und Rockland Radio hat das erste Radio-Fernsehen gestartet und auch das Thema Podcasting wird wieder diskutiert. Eine Befragung des Digitalverbands Bitkom hat z.B. ergeben, dass 14 Prozent der Deutschen Podcasts hören. In den USA ist man da bereits viel weiter und spricht von einem Massenphänomen, das die digitalen Radioshows ausgelöst haben. Dass das Radio im Netz auch bei uns endgültig angekommen zu sein scheint, lassen die Zahlen des aktuellen Webradiomonitors vermuten. Über 10.000 Webradio- und Online-Angebote wurden erfasst und damit einhergehend ist die Anzahl der Internetnutzer in Deutschland auf 58 Millionen angestiegen. Mehr als zwei Stunden täglich sind die Bundes­bürger im Netz unterwegs. Außerdem zeigt sich: Je jünger die User, desto länger surfen sie im Web. So kommen die 14- bis 29-Jährigen auf über vier Stunden und erstmals hat auch das Smartphone den Laptop als häufigstes Internetgerät überholt.

Ebenfalls positiv zu bewerten sind die Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V.. Demnach hören 78,7 % der Deutschen täglich Radio. Das sind 865.000 Hörer mehr als bei der letzten Berichterstattung und die Verweildauer bleibt stabil bei knapp über vier Stunden täglich. Radio hat durch das Netz also eher an Attraktivität gewonnen denn verloren. Es scheint vielfältiger und interaktiver geworden zu sein. Es genießt nach wie vor eine hohe Glaub­würdigkeit und ist ein wichtiger Informationslieferant.

Gerade deshalb ist das Radio nach wie vor auch für die PR interessant und sollte nicht unterschätzt werden. Solange nutzwertige Geschichten für den Hörer erzählt werden können, lassen sich mit Hörfunk-PR-Maßnahmen gute Reichweiten erzielen. Was PR-Verantwortliche hierzu wissen müssen, darüber werden wir auch im kommenden Jahr immer wieder berichten und Sie auf dem Laufenden halten. Bleiben Sie uns treu und bei Fragen oder Diskussionen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Autor: Michael Scheidel ; Zeit4men – Fotolia

Projektbeispiel: Mehrwert im Radio – Hören Sie unsere Infospots auf Radio NRW

2627238

Stau, Parkplatzsuche, Knöllchen: Wer mit dem Auto in die Stadt fährt, schiebt zurzeit Frust. Aber gibt es eine Alternative? Und was mache ich mit meiner kaputten Kaffeemaschine? Muss es ein neues Handy sein, wenn der Akku streikt? Ach ja, und kann ich beim Einkaufen im Supermarkt eigentlich das Klima schützen?

Diese Fragen beantwortet die Kampagne MehrWert NRW der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Wir haben dazu sechs Infospots und Infomercials redaktionell erarbeitet und produziert.

Zu hören sind die Spots bis Ende des Jahres bei Radio NRW mit 45 angeschlossenen Lokalsendern. Hier eine Kostprobe:

 

Autor: Michael Scheidel; Fotolia

Neuer PR-Journal-Podcast online: Die Themen aus dem November

PR-Journal

Unsere Themen im Monat November: (in Klammern: Zeitmarker für Direktanwahl)

  • USA-Wahlanalyse: Erklärungsversuche aus wissenschaftlicher und praktischer Sicht (0:58) //
  • Awards: Über die Bedeutung von Branchenpreisen (1:36) //
  • Personalien: Linnartz wechselt zu MorphoSys; Maertin übernimmt Corporate Communications bei Bayer; Assion geht in den Vorstand der Leonteq AG (3:50) //
  • Etats: Havas startet Kampagne für n-tv; Jung von Matt übernimmt voraussichtlich Wahlkampf für CDU (4:24) //
  • Agenturen: Ketchum Pleon verkürzt Trainee-Programm (4:53) //
  • Unternehmen: Telekom eröffnet Content Factory (5:56) //
  • Aktuelle Studien aus der Branche (6:30) //
  • Autorenbeitrag: Vom Wutmitarbeiter zum Wutbürger (7:53)

Radio als Markensprachrohr für Familienthemen – rechtliche Fallstricke und PR-Empfehlungen

Gastbeitrag von PR-Beraterin Tomma Rabach und Fachanwalt Dr. Martin Gerecke

Paper family in hands

Die Frage, die sich Unternehmen zu Beginn jeder Kommunikationsplanung stellen sollten, ist die Frage nach dem Ziel. Was wollen wir erreichen? Wen wollen wir erreichen und was sind unsere Botschaften? Erst dann sollte die Entscheidung für oder gegen einen Kommunikationskanal gefällt werden. Die Auswahl scheint groß, kann aber je nach Altersgruppe und Lebenssituation stark variieren. Denn unser Mediennutzungsverhalten hat sich in den vergangenen Jahren gravierend gewandelt. Printmedien kämpfen um Leser, professionelle Blogs stehen klassischen Onlinemedien in nichts nach, soziale Netzwerke sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken und immer mehr Social Media-Kanäle mit neuen Funktionen kommen hinzu. Einen Kommunikationskanal, den viele Unternehmen und Marken außer Acht lassen ist der Hörfunk. Dabei konnte gerade dieses Medium seine Reichweite 2016 ausbauen: 78,7 % der deutschsprachigen Bevölkerung schaltet wochentags ihr Radio ein – für über 4 Stunden! Bemerkenswert ist dabei insbesondere der Anstieg bei den unter 30-Jährigen[1]. Das macht das Radio als Markensprachrohr vor allem für Familien-, Kinder- und Jugendthemen interessant.

Unabhängig davon, ob es sich um werbliche oder redaktionelle Inhalte handelt: Die Ansprache dieser Zielgruppe erfordert eine besondere Vorsicht. Generell gilt: Werbliche Kommunikation muss klar als solche erkennbar sein. Werbung gegenüber Kindern und Jugendlichen unterliegt noch einmal strengeren Regeln. Dies liegt darin begründet, dass Minderjährige Risiken und Verlockungen der Werbung schwerer abschätzen können als Erwachsene.

Daher gilt auch im Radio ein besonderer Schutz durch den Gesetzgeber:

  • Eine direkte werbliche Ansprache in Form der Aufforderung zum Kauf eines Produktes
  • die Aufforderung der Kinder, ihre Eltern zum Kauf zu bewegen
  • die unlautere Ausnutzung des Sammel- und Spieltriebs Minderjähriger
  • die Verleitung zum Abschluss riskanter Geschäfte oder allgemein
  • Kaufaufforderungen, die nicht hinreichend für Minderjährige transparent sind,

sind unzulässig.[2]

An dieser Stelle können PR-„Formate“ die Kommunikationslücke unter Beachtung der o. g. klaren Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten schließen. Während in der Werbung die 1:1-Ausstrahlung der Botschaften im Fokus steht, werden diese in der PR in ein redaktionelles Thema integriert. Dies steht dann im Vordergrund, nicht die Marke oder das Unternehmen, was auch rechtlich notwendig ist, da anderenfalls schnell der Vorwurf der Schleichwerbung gerechtfertigt ist.[3] An dieser Stelle sind also Kreativität und Erfahrung gefragt, um redaktionelle Ansprüche und Unternehmensinteressen miteinander zu verknüpfen.

Die Beiträge müssen unabhängig vom Hörfunk-Format (Interview, redaktioneller Beitrag mit O-Tönen, Podcast, Gewinnspiel …)

  • sachlich
  • neutral und unabhängig und
  • gesellschaftlich-relevant

gestaltet sein.

Genau das macht Hörfunk-PR für die Zielgruppe Eltern besonders spannend. Diese sind stets auf der Suche nach Rat und praktischen Tipps. Ob die Einschätzung eines Experten für das richtige Maß an Süßigkeiten, Ausflugsziele für das bevorstehende Wochenende oder den nächsten Urlaub, ob Tipps für das „Überstehen“ alltäglicher Familiensituationen wie das Drama um das Ins-Bett-Gehen oder die Diskussion einer gesellschaftlich relevanten Fragestellung wie der Genderthematik – redaktionellen Beiträgen wird eine wesentlich höhere Glaubwürdigkeit zugesprochen und damit mehr Aufmerksamkeit geschenkt als klassischen Werbespots. Marken bekommen damit die Möglichkeit, sich im gewünschten Umfeld meist in Alleinstellung zu positionieren und damit klar vom Wettbewerber abzuheben.

Unter Einhaltung audiobedingter Besonderheiten und rechtlicher Vorgaben bietet Hörfunk-PR daher insbesondere für Familienthemen ein bislang wenig ausgeschöpftes Potenzial.

[1] Quelle: http://www.radiozentrale.de/studien-und-daten/radionutzung/ma-2016-radio-ii/.

[2] Gerecke, Werbung gegenüber Kindern und Jugendlichen, NJW 2015, 3185 f.

[3] Nach § 2 Abs. 2 Nr. 8 RStV ist Schleichwerbung die Erwähnung oder Darstellung von Waren, Dienstleistungen, Namen, Marken oder Tätigkeiten eines Herstellers oder eines Erbringers von Dienstleistungen in Sendungen, wenn sie vom Veranstalter absichtlich zu Werbezwecken vorgesehen ist und mangels Kennzeichnung die Allgemeinheit hinsichtlich des eigentlichen Zwecks dieser Erwähnung oder Darstellung irreführen kann.

Über die Autoren.

tomma_450_300
Tomma Rabach, Inhaberin der Agentur rabach kommunikation (rk), betreut seit über zwölf Jahren Unternehmen in ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie seit fünf Jahren im Bereich Blogger Relations. Ihr ist es wichtig, die Beratung ganzheitlich und proaktiv zu gestalten. Dabei sieht sich die Agentur als Team mit ihren Kunden: als externe Pressestelle, weniger als separate Agentur. Ob klassische Pressearbeit, Strategieentwicklung oder Beratung, Blogger Relations oder Events – rk folgt stets dem Leuchtturmprinzip: Kunden können einen Wegweiser erwarten, der ihnen Orientierung und Sicherheit gibt. Eine Agentur, die Aufmerksamkeit für die Themen ihrer Kunden schafft und ein Team, das mit Herz und Köpfchen dabei ist. Denn der Fokus von rabach kommunikation liegt auf Branchen, von denen sie auch persönlich begeistert sind: Family und Food. Diese Fokussierung schafft Synergien: für Kunden, Journalisten und Blogger. Weitere Informationen unter www.rabach-kommunikation.de
hhgere1
Dr. Martin Gerecke ist Anwalt bei CMS Hasche Sigle in Hamburg berät Unternehmen und Einzelpersonen im Urheberrecht, Presse- und Äußerungsrecht sowie zum Recht der neuen Medien (Domain- und Internetrecht, Social Media, Games, Digital Business). Er beurteilt, schützt und verteidigt den Inhalt von Veröffentlichungen, hilft bei der Bewahrung von Schutzrechten (Urheberrechte, Marken, Designrechte) und sonstigem geistigen Eigentum. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der Verhandlung und Gestaltung medienspezifischer Verträge wie Lizenz-, Agentur- oder Künstlerverträge aus den Bereichen Film und TV. Dr. Gerecke verfügt zudem über langjährige Erfahrung im Bereich des Wettbewerbsrechts und befasst sich dort insbesondere mit Rechtsfragen des unlauteren Wettbewerbs und berät bei Gestaltung von Werbe- und Produktmaterialien und Onlineshops. Weitere Infos unter: https://cms.law/de/DEU/People/Martin-Gerecke

Call for Podcast: Wettbewerb für Podcaster – und die, die es werden wollen

call_for_podcast

Podcasts bekommen immer mehr Aufmerksamkeit. Ob sie ihr Nischendasein wohl bald beenden können? Wir werden sehen. Schließlich schwappt der Trend (erneut) erst nach und nach aus den USA zu uns herüber. Zumindest – so mein Eindruck – ist ihre Wertschätzung in der letzten Zeit gestiegen. Das zeigt sich nicht nur in steigenden Nutzerzahlen (Jeder 7. hört sich Podcasts an), sondern auch am steigenden Angebot. Genau das möchte der Bayerische Rundfunk jetzt noch erweitern und ruft zum Wettbewerb „Call for Podcast“ auf.

Was zählt, ist eine gute Idee. Diese muss in ein Konzept umgewandelt werden, entweder schriftlich auf einer Seite oder zum Hören in 90 Sekunden. Bis zum 31. Dezember müssen die Skizzen eingereicht werden. Die besten erhalten dann den Auftrag zur Produktion einer Pilotfolge, die auf callforpodcast.de veröffentlicht wird. In der nächsten Runde werden dann drei Gewinner ermittelt, die ein Preisgeld erhalten und einen Mehrteiler ihres Podcasts produzieren dürfen, mit redaktioneller Begleitung, Coaching und unter idealen Bedingungen in den Studios des BR.

Interessiert? Alle Infos und die genauen Teilnahmebedingungen gibt’s auf callforpodcast.de.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Call for Podcast

PR-Journal Podcast: Die wichtigsten Meldungen aus dem Oktober

PR-Journal

Unsere Themen im Monat Oktober: (in Klammern: Zeitmarker für Direktwahl)

  • Studie: Kommunikatoren sind digital nicht fit genug (1:08) //
  • Expansion: WMP EuroCom AG übernimmt Cortent Kommunikation AG (2:02) //
  • Branchenreport Healthcare PR: Kommunizieren mit einer kritischen Öffentlichkeit (3:03) //
  • Personalien: Birnstiel verlässt Uniper, Angelika Thielen neue Kommunikationschefin bei Bitburger, Frederik Tautz wird neuer Executive Director Digital bei Ketchum (3:55) //
  • Agenturen: Interview mit Birgit Krüger von Consense Communications, Hill+Knowlton etabliert „People & Purpose“, Aviareps übernimmt Maro und Partner (5:04) //
  • Unternehmen: CEO-Ranking von Unicepta, Mercedes-Benz baut Redaktionsnetzwerk auf (7:11) //
  • Gastbeitrag: Heiko Burrack im Gespräch mit Zurich-Kommunikationschef Bernd Engelien (8:17)

Audioangebote im Netz nehmen weiter zu

webradiomonitor2016

Vor genau einem Jahr berichteten wir über die Ergebnisse des Webradiomonitors, die einen starken Anstieg der Audioangebote im Netz verzeichneten. Und auch heute lautet die Meldung wieder: Die Anzahl nimmt weiter zu. Erstmals wurden über 10.000 Webradio- und Online-Audioangebote in Deutschland erfasst. Einen entscheidenden Antrieb dafür bildet die mobile Internetnutzung.

Welche Rolle sie genau spielt, zeigt die ARD/ZDF-Onlinestudie. Vorweg: Die Anzahl der Internetnutzer in Deutschland steigt weiter an, und zwar auf insgesamt 58 Millionen. Mehr als zwei Stunden täglich sind die Bundesbürger im Netz unterwegs. Je jünger die User, desto länger surfen sie im Web. So kommen die 14- bis 29-Jährigen auf über vier Stunden. Erstmals überholt nun auch das Smartphone den Laptop als häufigstes Internetgerät. Fast 30 Prozent gehen jeden Tag mobil ins Internet.

In welchen Situationen werden nun Online-Audioangebote genutzt? Wie der Webradiomonitor 2016 zeigt, zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten. Die Mehrheit greift zu Hause darauf zu (84%). Aber auch bei der Arbeit (26%), im Auto (26%) oder in Bus und Bahn (18%) hören die User Musik, Hörbücher und Co. Fast ein Drittel der Zugriffe erfolgt über mobile Geräte wie Smartphone oder Tablet. Und: Die Anbieter rechnen hier mit einem Anstieg auf 45 Prozent innerhalb der nächsten zwei Jahre.

Dass sich das Webradio-Segment derart positiv entwickelt hat, hat den Anbietern zufolge verschiedene Gründe. Zu den entscheidenden zählen Flatrates (79%), ein leistungsfähiger Mobilfunk (74%), bessere WLAN-Verfügbarkeiten aber auch die Möglichkeit, Audio-Streams im Auto zu hören. Doch es gibt auch weiterhin Hürden, die für eine andauernde positive Entwicklung künftig überwunden werden müssen. So sehen die Anbieter die größten Schwierigkeiten in den hohen Gebühren für Rechte und Lizenzen (75%) oder im begrenzten Datenvolumen bei Mobilfunkverträgen (74%).

Die ausführlichen Ergebnisse werden heute im Laufe des Tages unter www.webradiomonitor.de veröffentlicht. Die ersten Keyfacts finden Interessierte schon hier.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Screenshot webradiomonitor.de

Veranstaltungstipps: Interessante Termine für Radiomacher

Many tear-off day calendar with focus on the 5th november, illustration image for time passing or procrastination.

Wer bis zum Ende des Jahres noch nicht ganz ausgebucht ist, kann noch an einigen spannenden Veranstaltungen in Sachen Medien und auch Radio teilnehmen.

Vom 25.-27.10.2016 finden die Medientage München statt. Die Teilnehmer erwarten Diskussionen, Vorträge und Workshops zu Themen wie Film und TV, Medien und Gesellschaft, Medien- und Netzpolitik und natürlich Radio und Audio. Die Eröffnungsrede wird in diesem Jahr Bundeskanzlerin Angela Merkel halten.

Nächsten Monat steht vom 11.-12.11.2016 das Radio Innovation Camp in Erfurt auf dem Plan. Bei der sogenannten „Mitmach-Konferenz“ können die Teilnehmer das Programm selbst mitgestalten und Workshops anbieten oder Vorträge zu Themen wie Innovationen, Trends und Technologien in Sachen Radio halten.

Am 1.12.2016 lohnt sich ein Besuch in Hessen bei den Frankfurter Hörfunkgesprächen. Der Branchentreff für Hörfunkfachleute und Journalisten findet in diesem Jahr unter dem Titel „Jetzt mit noch mehr Radio!“ statt.

Auch für das neue Jahr können schon einige Termine geblockt werden. Direkt im Januar geht es los mit dem Deutschen Medienkongress in Frankfurt. Am 17. und 18. Januar 2017 kommen Experten aus Wirtschaft, Medien und Agenturen zusammen, um sich zu den wichtigsten Themen aus dem Medien-Bereich auszutauschen.

Der wichtigste Kongress in Europa für die Radiobranche findet vom 19.-21.03.2017 statt. Die Radiodays Europe führen im nächsten Jahr 120 Redner und 60 Aussteller nach Amsterdam.

Einen Monat später kommen dann am 25.04.2017 die Entscheider aus der Radio- und Werbebranche in Düsseldorf zum Radio Advertising Summit zusammen. Nach dem ganztägigen Kongress werden im Anschluss beim Radio Advertising Award die besten Werbespots gekürt.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Fotolia – Olivier Le Moal