Mediennutzung 2016: VPRT-Analyse sieht Radio und TV ganz vorne

Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. hat die Ergebnisse seiner Mediennutzungsanalyse 2016 veröffentlicht. Daraus geht hervor: Radio und Fernsehen sind weiterhin die meist genutzten Medien in Deutschland.

Jeden Tag verbringen die Deutschen zehn Stunden mit Medien, davon mehr als acht Stunden mit audiovisuellen Medien. Gerade Radio und Fernsehen zeichnen sich durch ihre hohe Verweildauer aus. Pro Tag sehen die Menschen ab 14 Jahren drei Stunden und 43 Minuten fern, beim Radio bleiben sie drei Stunden und zehn Minuten dran. Insgesamt sehen über 90 Prozent regelmäßig fern und hören Radio.

Natürlich gewinnt das Internet weiter an Bedeutung. 78 Prozent der Bundesbürger sind mindestens monatlich online. Die Onliner verbringen eine Stunde und 19 Minuten täglich im Netz. Rund die Hälfte der Zeit wird übrigens für das Streamen von Video- und Audioinhalten genutzt. Radio hören bedeutet längst nicht mehr, nur das Radiogerät einzuschalten. Das zeigen auch die IVW-Abrufzahlen der Web- und Audioportale. Allein im Januar konnte beispielsweise der Aggregator radio.de über 23 Millionen Visits verzeichnen. Die Abrufzahlen finden Sie hier. Die ausführlichen Ergebnisse der VPRT Analyse hier.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Fotolia – Marco2811

Der ASAP-Kunde

Sie schreiben auch gerne Angebote und Konzepte? Am liebsten crossmedial im Multitasking-Stil, für umme, freitagsmorgens (Abgabetermin bis 17 Uhr), und, weil wir ja „Internationals“ sind, gerne auch bilingual? Ja klar, muss sein, schließlich ist der Kunde ja König! Machen wir!

Wir machen übrigens auch aus jedem Briefing etwas. Wenn z.B. geschrieben steht, „Hallo, wir möchten gerne ins Radio. Wir brauchen bis 15 Uhr eine Kalkulation!“ Dann sagen wir nicht huch, nein, nein, wir sagen logo, natürlich. „Ach ja, und wenn es Rückfragen gibt, erreichen Sie mich mobil unter … auch am Wochenende.“ Sicher. Da brauche ich Sie nicht anzurufen. Wozu denn auch?

Radio gibt es zum Einheitspreis. Egal, ob Sie einen Beitrag, eine Meldung, ein Gewinnspiel, einen O-Ton, ein Interview oder ein Infomercial wollen. Kostet alles dasselbe. Spielt auch keine Rolle, ob und wie oft der oder die Takes ausgestrahlt werden sollen. Oder ob es sich um Radio Donnersberg oder Antenne Bayern handelt … Völlig wurscht. Drei Euro fuffzig und fertig. Radio ist einfach, unkompliziert und nicht umsonst das schnellste Medium der Welt, ne.

Ebenfalls super. Stellen Sie sich vor, Sie schaffen es, das Konzept innerhalb eines Tages durchs WWW zu schicken und denken sich, hey, hab‘ ich anhand des Briefings doch toll hinbekommen. Da meldet sich bestimmt jemand und schreibt wenigstens ein kurzes „ist angekommen“. Und dann  … nichts. 14 Tage, 1 Monat. Sie machen sich Sorgen. Es sollte doch so dringend sein. Ist die E-Mail vielleicht verschluckt worden. Hab‘ ich sie auch wirklich abgesendet? Ja, steht unter „gesendete Objekte“.

Sie entschließen sich anzurufen. Und dann … der rund-um-die-Uhr-am-Wochenende-erreichbare-Kollege ist im Urlaub? Das kann doch nicht sein! Oder noch besser ist die Aussage: „Der Kunde hat sich noch nicht entschieden.“ Aber, hey, die Zeit drängte doch, denkst du dir. War ein Monat nicht genug Zeit zum Überlegen? Oder: „Sorry, aber wir haben uns für jemanden anderes entschieden. Der hat uns einen besseren Preis gemacht.“ Wie hat der das gemacht, denke ich mir, es gab doch keine Budgetvorgabe, geschweige denn ein detailliertes Briefing? Wir sollten doch erstmal nur ver­schiedene Umsetzungsvorschläge machen.

Toll sind auch Ausschreibungen. „Wir möchten gerne 10 mal pro Jahr ins Radio. Bitte er­stellen Sie uns einen Kostenplan inklusive CD-Versand. Sollten Sie mit dem Auto zu den Interviews fahren, gibt es 0,03 Cent pro Kilometer. Und seien Sie doch so nett und produzieren Sie uns ein paar Hörproben auf eigene Rechnung. Am besten zu einem vorgegebenen Thema mit ein paar O-Tönen von Experten, damit wir über­prüfen können, ob sie den „Eignungstest“ auch bestehen. Bewertet werden dann neben dem Preis noch die Arbeitsproben nach einem Punktesystem“ … Je mehr Points, desto besser. Klar. Null ist übrigens keine Leistung. Das heißt, da wird wohl tatsächlich damit gerechnet, dass jemand ein leeres Blatt abgibt?

Ach ja, wenn Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, heißt es in der Aus­schreibung. Letztenendes ist es allerdings häufig eher so, dass man sich freuen kann, wenn man innerhalb von zwölf Monaten überhaupt eine Rückmeldung erhält.

ASAP-Kunden hat es schon immer gegeben. Schade ist nur, dass der Umgang zwischen Kunde und Dienstleister immer schroffer wird, so meine Beobachtung. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn gegenseitige Rücksichtnahme wieder deutlicher gelebt würde. Es muss kein Anruf sein, aber wenigstens eine E-Mail wäre ein Ansatz von Respekt gegenüber der erbrachten Vor(denk)leistung des Dienstleisters. Ein DANKE hilft dabei schon … besonders, wenn es mal wieder ASAP gehen muss.

Autor: Michael Scheidel

Der PR-Journal Podcast mit den wichtigsten Themen aus dem Monat Januar

Die folgenden Themen können Sie direkt anwählen:

  • PR-Kreativ-Ranking: Ketchum Pleon auf Platz eins (0:54)
  • Umfrage: Unternehmenskommunikation im Wandel (2:10)
  • Fake News: Agenturen positionieren sich (2:51)
  • Personalien: Zahlreiche Jobwechsel schon zu Jahresanfang (4:18)
  • Etats: IKmedia seit über zehn Jahren für ABT Sportsline tätig (6:00)
  • Autorenbeiträge: Frank Sanders zu den Entwicklungen in der Unternehmenskommunikation, Jens Cornelißen über seine ersten 100 Tage auf Unternehmensseite und Jörg Forthmann zu erfolgreichen Social-Media-Strategien (6:45)
  • Jahresbilanz für das PR-Journal (8:05)

Facebook testet Audio-Streaming

Wer in sozialen Netzwerken unterwegs ist, wird nicht abstreiten können, dass Fotos und Videos dort sehr prominent erscheinen. Kein Wunder, schließlich sorgt ein Bild für mehr Aufmerksamkeit beim Betrachter. Eher vernachlässigt wurde bislang der Audio-Bereich. Doch das soll sich nun ändern.

Wie Facebook in seinem Blog angekündigt hat, wird derzeit die „Live Audio“-Funktion unter anderem mit dem BBC und dem Buchverlag Harper Collins getestet. Die Idee: Wie beim Video-Pendant „Facebook Live“ sollen User künftig die Möglichkeit haben via App ihre Stimme, ein Podcast, eine Lesung oder Ähnliches direkt ins Netzwerk zu streamen. Die anderen Netzwerkmitglieder können mit Kommentaren oder Emojis direkt darauf reagieren.

Während früher Audio-Dateien direkt über Facebook geteilt werden konnten, ist heute nur der Weg über den Link einer externen Webseite möglich. Die Variante Audio-Inhalte live streamen zu können, bietet viele neue Optionen – nicht nur für Podcaster. Denkbar wäre auch, ausgewählte Radiosendungen live einzuspielen. Wie die technische Umsetzung aussehen wird, bleibt zunächst noch abzuwarten. Größer angelegte Tests für die Nutzer sind Anfang dieses Jahres geplant.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Fotolia – ra2studio

Der PR-Journal-Podcast: Rückblick für den Monat Dezember

Die folgenden Themen können Sie direkt anwählen:

  • Zum 80. Geburtstag von Manfred Piwinger: Quervernetzer und Kommunikationsmanager (1:04)
  • 60 Jahre Deutscher Presserat (1:38)
  • Edelman.ergo ein Jahr nach der Fusion (2.22)
  • Daimler AG holt Blogger Sascha Pallenberg in Unternehmenskommunikation (3:03)
  • Personalien: Krämer wechselt zu Audible, Hohenauer übernimmt Leitung von Hotwire PR (3:35)
  • Etats: Hill+Knowlton gewinnt Olympia-Etat, A&B One erhält Zuschlag für die Sozialwahl (4:00)
  • Agenturen: K1 feiert 25-jähriges Bestehen (4:37)
  • Autorenbeitrag: Heiko Burrack im Gespräch mit Tim von der Decken von Efficio (5:56)
  • „Wortfetzen“: Neue Nachwuchsserie zur Sprache in der PR (6:34)
  • Rückblick auf 2016: Interview mit Gerhard A. Pfeffer (7:02)

 

2016/2017: Was geht noch, was kommt?

Weihnachten mit HerzDie Post erhöhte das Porto, die Roaming-Gebühren wurden günstiger, die Krankenkassen­beiträge sind gestiegen, das Kindergeld und das BAföG wurden aufgestockt, an die IBAN mussten wir uns gewöhnen und so weiter. Die Liste ließe sich weiter fortführen. Das  Jahr 2016 brachte so einiges an Neuerungen und beileibe nicht alle waren erfreulich.

Und was hat sich für uns audioaffine Medienexperten geändert? Wie nehmen die Ver­braucher den Hörfunk wahr und gibt es Änderungen im Nutzungsverhalten? Hat das Radio den digitalen Wandel geschafft und können sich die Sender von der Informationsflut des World Wide Web abheben? Gerade der letzte Punkt war Anfang dieses Jahres auf unserem Blog ein Thema. Einige Antworten formulierte der Radioexperte Michael Mennicken in einem Kommentar auf dem Branchenportal Radioszene.de. Und tatsächlich haben sich in der Folge viele Artikel um den digitalen Wandel gedreht.

Antonius Nolden von Radio Bonn-Rhein/Sieg berichtete über WhatsApp als zusätzlichen Kommunikationskanal für die Radiosender in einem Gastbeitrag. Das Sendernetzwerk aus Radio 21 und Rockland Radio hat das erste Radio-Fernsehen gestartet und auch das Thema Podcasting wird wieder diskutiert. Eine Befragung des Digitalverbands Bitkom hat z.B. ergeben, dass 14 Prozent der Deutschen Podcasts hören. In den USA ist man da bereits viel weiter und spricht von einem Massenphänomen, das die digitalen Radioshows ausgelöst haben. Dass das Radio im Netz auch bei uns endgültig angekommen zu sein scheint, lassen die Zahlen des aktuellen Webradiomonitors vermuten. Über 10.000 Webradio- und Online-Angebote wurden erfasst und damit einhergehend ist die Anzahl der Internetnutzer in Deutschland auf 58 Millionen angestiegen. Mehr als zwei Stunden täglich sind die Bundes­bürger im Netz unterwegs. Außerdem zeigt sich: Je jünger die User, desto länger surfen sie im Web. So kommen die 14- bis 29-Jährigen auf über vier Stunden und erstmals hat auch das Smartphone den Laptop als häufigstes Internetgerät überholt.

Ebenfalls positiv zu bewerten sind die Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V.. Demnach hören 78,7 % der Deutschen täglich Radio. Das sind 865.000 Hörer mehr als bei der letzten Berichterstattung und die Verweildauer bleibt stabil bei knapp über vier Stunden täglich. Radio hat durch das Netz also eher an Attraktivität gewonnen denn verloren. Es scheint vielfältiger und interaktiver geworden zu sein. Es genießt nach wie vor eine hohe Glaub­würdigkeit und ist ein wichtiger Informationslieferant.

Gerade deshalb ist das Radio nach wie vor auch für die PR interessant und sollte nicht unterschätzt werden. Solange nutzwertige Geschichten für den Hörer erzählt werden können, lassen sich mit Hörfunk-PR-Maßnahmen gute Reichweiten erzielen. Was PR-Verantwortliche hierzu wissen müssen, darüber werden wir auch im kommenden Jahr immer wieder berichten und Sie auf dem Laufenden halten. Bleiben Sie uns treu und bei Fragen oder Diskussionen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Autor: Michael Scheidel ; Zeit4men – Fotolia

Projektbeispiel: Mehrwert im Radio – Hören Sie unsere Infospots auf Radio NRW

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Stau, Parkplatzsuche, Knöllchen: Wer mit dem Auto in die Stadt fährt, schiebt zurzeit Frust. Aber gibt es eine Alternative? Und was mache ich mit meiner kaputten Kaffeemaschine? Muss es ein neues Handy sein, wenn der Akku streikt? Ach ja, und kann ich beim Einkaufen im Supermarkt eigentlich das Klima schützen?

Diese Fragen beantwortet die Kampagne MehrWert NRW der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Wir haben dazu sechs Infospots und Infomercials redaktionell erarbeitet und produziert.

Zu hören sind die Spots bis Ende des Jahres bei Radio NRW mit 45 angeschlossenen Lokalsendern. Hier eine Kostprobe:

 

Autor: Michael Scheidel; Fotolia

Neuer PR-Journal-Podcast online: Die Themen aus dem November

PR-Journal

Unsere Themen im Monat November: (in Klammern: Zeitmarker für Direktanwahl)

  • USA-Wahlanalyse: Erklärungsversuche aus wissenschaftlicher und praktischer Sicht (0:58) //
  • Awards: Über die Bedeutung von Branchenpreisen (1:36) //
  • Personalien: Linnartz wechselt zu MorphoSys; Maertin übernimmt Corporate Communications bei Bayer; Assion geht in den Vorstand der Leonteq AG (3:50) //
  • Etats: Havas startet Kampagne für n-tv; Jung von Matt übernimmt voraussichtlich Wahlkampf für CDU (4:24) //
  • Agenturen: Ketchum Pleon verkürzt Trainee-Programm (4:53) //
  • Unternehmen: Telekom eröffnet Content Factory (5:56) //
  • Aktuelle Studien aus der Branche (6:30) //
  • Autorenbeitrag: Vom Wutmitarbeiter zum Wutbürger (7:53)

Radio als Markensprachrohr für Familienthemen – rechtliche Fallstricke und PR-Empfehlungen

Gastbeitrag von PR-Beraterin Tomma Rabach und Fachanwalt Dr. Martin Gerecke

Paper family in hands

Die Frage, die sich Unternehmen zu Beginn jeder Kommunikationsplanung stellen sollten, ist die Frage nach dem Ziel. Was wollen wir erreichen? Wen wollen wir erreichen und was sind unsere Botschaften? Erst dann sollte die Entscheidung für oder gegen einen Kommunikationskanal gefällt werden. Die Auswahl scheint groß, kann aber je nach Altersgruppe und Lebenssituation stark variieren. Denn unser Mediennutzungsverhalten hat sich in den vergangenen Jahren gravierend gewandelt. Printmedien kämpfen um Leser, professionelle Blogs stehen klassischen Onlinemedien in nichts nach, soziale Netzwerke sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken und immer mehr Social Media-Kanäle mit neuen Funktionen kommen hinzu. Einen Kommunikationskanal, den viele Unternehmen und Marken außer Acht lassen ist der Hörfunk. Dabei konnte gerade dieses Medium seine Reichweite 2016 ausbauen: 78,7 % der deutschsprachigen Bevölkerung schaltet wochentags ihr Radio ein – für über 4 Stunden! Bemerkenswert ist dabei insbesondere der Anstieg bei den unter 30-Jährigen[1]. Das macht das Radio als Markensprachrohr vor allem für Familien-, Kinder- und Jugendthemen interessant.

Unabhängig davon, ob es sich um werbliche oder redaktionelle Inhalte handelt: Die Ansprache dieser Zielgruppe erfordert eine besondere Vorsicht. Generell gilt: Werbliche Kommunikation muss klar als solche erkennbar sein. Werbung gegenüber Kindern und Jugendlichen unterliegt noch einmal strengeren Regeln. Dies liegt darin begründet, dass Minderjährige Risiken und Verlockungen der Werbung schwerer abschätzen können als Erwachsene.

Daher gilt auch im Radio ein besonderer Schutz durch den Gesetzgeber:

  • Eine direkte werbliche Ansprache in Form der Aufforderung zum Kauf eines Produktes
  • die Aufforderung der Kinder, ihre Eltern zum Kauf zu bewegen
  • die unlautere Ausnutzung des Sammel- und Spieltriebs Minderjähriger
  • die Verleitung zum Abschluss riskanter Geschäfte oder allgemein
  • Kaufaufforderungen, die nicht hinreichend für Minderjährige transparent sind,

sind unzulässig.[2]

An dieser Stelle können PR-„Formate“ die Kommunikationslücke unter Beachtung der o. g. klaren Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten schließen. Während in der Werbung die 1:1-Ausstrahlung der Botschaften im Fokus steht, werden diese in der PR in ein redaktionelles Thema integriert. Dies steht dann im Vordergrund, nicht die Marke oder das Unternehmen, was auch rechtlich notwendig ist, da anderenfalls schnell der Vorwurf der Schleichwerbung gerechtfertigt ist.[3] An dieser Stelle sind also Kreativität und Erfahrung gefragt, um redaktionelle Ansprüche und Unternehmensinteressen miteinander zu verknüpfen.

Die Beiträge müssen unabhängig vom Hörfunk-Format (Interview, redaktioneller Beitrag mit O-Tönen, Podcast, Gewinnspiel …)

  • sachlich
  • neutral und unabhängig und
  • gesellschaftlich-relevant

gestaltet sein.

Genau das macht Hörfunk-PR für die Zielgruppe Eltern besonders spannend. Diese sind stets auf der Suche nach Rat und praktischen Tipps. Ob die Einschätzung eines Experten für das richtige Maß an Süßigkeiten, Ausflugsziele für das bevorstehende Wochenende oder den nächsten Urlaub, ob Tipps für das „Überstehen“ alltäglicher Familiensituationen wie das Drama um das Ins-Bett-Gehen oder die Diskussion einer gesellschaftlich relevanten Fragestellung wie der Genderthematik – redaktionellen Beiträgen wird eine wesentlich höhere Glaubwürdigkeit zugesprochen und damit mehr Aufmerksamkeit geschenkt als klassischen Werbespots. Marken bekommen damit die Möglichkeit, sich im gewünschten Umfeld meist in Alleinstellung zu positionieren und damit klar vom Wettbewerber abzuheben.

Unter Einhaltung audiobedingter Besonderheiten und rechtlicher Vorgaben bietet Hörfunk-PR daher insbesondere für Familienthemen ein bislang wenig ausgeschöpftes Potenzial.

[1] Quelle: http://www.radiozentrale.de/studien-und-daten/radionutzung/ma-2016-radio-ii/.

[2] Gerecke, Werbung gegenüber Kindern und Jugendlichen, NJW 2015, 3185 f.

[3] Nach § 2 Abs. 2 Nr. 8 RStV ist Schleichwerbung die Erwähnung oder Darstellung von Waren, Dienstleistungen, Namen, Marken oder Tätigkeiten eines Herstellers oder eines Erbringers von Dienstleistungen in Sendungen, wenn sie vom Veranstalter absichtlich zu Werbezwecken vorgesehen ist und mangels Kennzeichnung die Allgemeinheit hinsichtlich des eigentlichen Zwecks dieser Erwähnung oder Darstellung irreführen kann.

Über die Autoren.

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Tomma Rabach, Inhaberin der Agentur rabach kommunikation (rk), betreut seit über zwölf Jahren Unternehmen in ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie seit fünf Jahren im Bereich Blogger Relations. Ihr ist es wichtig, die Beratung ganzheitlich und proaktiv zu gestalten. Dabei sieht sich die Agentur als Team mit ihren Kunden: als externe Pressestelle, weniger als separate Agentur. Ob klassische Pressearbeit, Strategieentwicklung oder Beratung, Blogger Relations oder Events – rk folgt stets dem Leuchtturmprinzip: Kunden können einen Wegweiser erwarten, der ihnen Orientierung und Sicherheit gibt. Eine Agentur, die Aufmerksamkeit für die Themen ihrer Kunden schafft und ein Team, das mit Herz und Köpfchen dabei ist. Denn der Fokus von rabach kommunikation liegt auf Branchen, von denen sie auch persönlich begeistert sind: Family und Food. Diese Fokussierung schafft Synergien: für Kunden, Journalisten und Blogger. Weitere Informationen unter www.rabach-kommunikation.de
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Dr. Martin Gerecke ist Anwalt bei CMS Hasche Sigle in Hamburg berät Unternehmen und Einzelpersonen im Urheberrecht, Presse- und Äußerungsrecht sowie zum Recht der neuen Medien (Domain- und Internetrecht, Social Media, Games, Digital Business). Er beurteilt, schützt und verteidigt den Inhalt von Veröffentlichungen, hilft bei der Bewahrung von Schutzrechten (Urheberrechte, Marken, Designrechte) und sonstigem geistigen Eigentum. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der Verhandlung und Gestaltung medienspezifischer Verträge wie Lizenz-, Agentur- oder Künstlerverträge aus den Bereichen Film und TV. Dr. Gerecke verfügt zudem über langjährige Erfahrung im Bereich des Wettbewerbsrechts und befasst sich dort insbesondere mit Rechtsfragen des unlauteren Wettbewerbs und berät bei Gestaltung von Werbe- und Produktmaterialien und Onlineshops. Weitere Infos unter: https://cms.law/de/DEU/People/Martin-Gerecke

Call for Podcast: Wettbewerb für Podcaster – und die, die es werden wollen

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Podcasts bekommen immer mehr Aufmerksamkeit. Ob sie ihr Nischendasein wohl bald beenden können? Wir werden sehen. Schließlich schwappt der Trend (erneut) erst nach und nach aus den USA zu uns herüber. Zumindest – so mein Eindruck – ist ihre Wertschätzung in der letzten Zeit gestiegen. Das zeigt sich nicht nur in steigenden Nutzerzahlen (Jeder 7. hört sich Podcasts an), sondern auch am steigenden Angebot. Genau das möchte der Bayerische Rundfunk jetzt noch erweitern und ruft zum Wettbewerb „Call for Podcast“ auf.

Was zählt, ist eine gute Idee. Diese muss in ein Konzept umgewandelt werden, entweder schriftlich auf einer Seite oder zum Hören in 90 Sekunden. Bis zum 31. Dezember müssen die Skizzen eingereicht werden. Die besten erhalten dann den Auftrag zur Produktion einer Pilotfolge, die auf callforpodcast.de veröffentlicht wird. In der nächsten Runde werden dann drei Gewinner ermittelt, die ein Preisgeld erhalten und einen Mehrteiler ihres Podcasts produzieren dürfen, mit redaktioneller Begleitung, Coaching und unter idealen Bedingungen in den Studios des BR.

Interessiert? Alle Infos und die genauen Teilnahmebedingungen gibt’s auf callforpodcast.de.

Autorin: Iris Mohr; Foto: Call for Podcast